Harburg
Sanierungsarbeiten

City-Parkhaus wird flott gemacht

Das Parkhaus Krummholzberg in Harburg wird bis Jahresende für knapp eine Million Euro saniert. Dipl-Ing. Hans Jürgen Riem (l.), Projektleiter der Eigentümerin "Park-Bau-Gruppe", GfB-Baufirma-Geschäftsführer Berthold Bleser und auf Gerüst Beton-Handwerker Kay Michael (Michael ist Nachname)

Das Parkhaus Krummholzberg in Harburg wird bis Jahresende für knapp eine Million Euro saniert. Dipl-Ing. Hans Jürgen Riem (l.), Projektleiter der Eigentümerin "Park-Bau-Gruppe", GfB-Baufirma-Geschäftsführer Berthold Bleser und auf Gerüst Beton-Handwerker Kay Michael (Michael ist Nachname)

Foto: Jochen Gipp

Eigentümer investiert eine Million Euro in das 40 Jahre alte Gebäude am Krummholzberg. Die erste Etage ist derzeit für Autofahrer gesperrt

Harburg. Das Parkhaus Krummholzberg in der Harburger Innenstadt zählt bei Autofahrern zu den beliebten Adressen. Für nur 2,50 Euro pro Tag können sie hier ihren Wagen abstellen. Derzeit ist das 1978 gebaute und somit knapp 40 Jahre alte Parkhaus allerdings nur eingeschränkt nutzbar, weil der Eigentümer das Gebäude für die kommenden Jahrzehnte wieder flott machen lässt.

„Wir haben uns einiges vorgenommen “, sagt Dipl. Ing. Hans Jürgen Riem, Projektleiter des Parkhaus-Eigentümers, der in Borken ansässigen Park-Bau-Gruppe. Zusammen mit Berthold Bleser, dem aus Essen nach Harburg angereisten Geschäftsführer der Firma GfB, Gesellschaft für Bauwerksanierung und Instandsetzung, inspizierte er die laufenden Arbeiten.

Riem und Bleser sind bereits ein eingespieltes Team bei Sanierungsarbeiten an Immobilien der Park-Bau-Hessen KG. Der Kommanditgesellschaft gehören elf Parkhäuser in Deutschland, darunter die beiden Parkhäuser Buxtehuder Straße und Krummholzberg in Harburg. Das Parkhaus Buxtehuder Straße war von 2012 bis 2013 saniert worden. Nun ist das Haus Krummholzberg an der Reihe. Knapp eine Million Euro soll in die Sanierung gesteckt werden. Wer vorbeikommt, sieht die Baumaschinen und das gelbe Silo mit Strahlgut neben dem Gebäude stehen. Autofahrer können derzeit nicht mehr in der ersten Etage parken. Sie ist wegen der Arbeiten gesperrt. Geparkt werden kann nur noch auf der zweiten und dritten Etage sowie unter freiem Himmel auf der Dachetage.

Dipl.Ing. Berthold Bleser, vom Bauunternehmen GfB, erklärt, was von außen nicht erkennbar ist. Der Beton hat durch Witterungseinflüsse stellenweise Risse bekommen. Ihren Anteil an der Rissbildung haben die über die Jahre auftretenden Spannungen durch Wärme und Kälte. Hinzu kommen Auswirkungen von Regenwasser oder auch Tausalz im Winter, das von den Autos ins Parkhaus gebracht wird. Alle losen Betonteile müssen abgeschlagen werden. Zum Teil muss auch schadhafte Armierung ausgetauscht werden. Hinterher wird mit Spritzbeton alles wieder ausgefüllt, und die Betonteile des Gebäudes sehen wieder aus wie neu.

„Die Betonspritztechnik sorgt für hohe Festigkeit“, sagt Bleser. „Unsere Mitarbeiter sind geschult und der reparierte Beton übertrifft sogar die Qualität des ursprünglichen Materials. Wir arbeiten seit 30 Jahren mit der Spritztechnik. Alle Reparaturen halten.“ So geht auch Projektleiter Hans Jürgen Riem davon aus, dass nach der Betonsanierung im Parkhaus Krummholzberg für Jahrzehnte keine weiteren Reparaturen anfallen werden. Das Parkhaus zählt 312 Pkw-Stellplätze und hat in seinem Erdgeschoss zusätzlich auch eine Gewerbefläche von rund 1600 Quadratmetern. In der Anfangszeit hatte dort die Handelskette Rewe/Leibbrand einen MiniMal-Supermarkt betrieben. Es folgte bis vor kurzem das Möbelhaus Kabs, das an den Großmoorbogen umgezogen ist. In der Immobilie betreibt nun das Möbelhaus Istikbal eine Filiale.

Projektleiter Riem berichtet, dass das Parkhaus Krummholzberg bereits 1999 eine Teilsanierung an den Parkdecks hatte. Auch war die Vorderfassade renoviert worden. Nach der jetzigen Betonsanierung, in deren Zuge auch die Fahrbahn im Bereich der Zufahrtsspindel repariert wird, folgen noch Bodenbeschichtungen und neue Parkplatzmarkierungen. Wände und Decken erhalten einen weißen Anstrich. Die Beleuchtung wird erneuert: Statt Leuchtstoffröhren sorgen künftig LED-Lampen für Helligkeit. Die Parkhaus-Schranken und die während der Nachtzeit heruntergelassenen Rolltore werden erneuert. Die beiden Aufzugsanlagen werden modernisiert, erhalten unter anderem eine neue, elektrische Steuerung und neue Edelstahltüren.

Für die Beheizung der Gewerberäume im Erdgeschoss wird eine neue Heizungsanlage installiert. Voraussichtlich im kommenden Jahr erhält auch die Außenfassade einen neuen Anstrich. Das Parkhaus ist an die Firma Contipark Parkgaragen GmbH verpachtet, die den Betrieb des Hauses organisiert.