Harburg
Innenstadt

Frischzellenkur für den City Block In Harburg

Gut neun Monate lang, bis Jahresende, wird der CityBlock am Harburger Ring 17 komplett modernisiert. Alstria-Immobilienverwalter (v.l.) Willi Steinbrenner, Matthias Lehmann, Ralf Dibbern

Gut neun Monate lang, bis Jahresende, wird der CityBlock am Harburger Ring 17 komplett modernisiert. Alstria-Immobilienverwalter (v.l.) Willi Steinbrenner, Matthias Lehmann, Ralf Dibbern

Foto: Jochen Gipp

Die Hamburger alstria office REIT-AG sichert sich mit der Modernisierung des City Blocks Mieteinnahmen und wertet die Innenstadt auf.

Harburg.  Zu seinem 40. Geburtstag im kommenden Jahr wird der City Block am Harburger Ring 17 wie nach einer Frischzellenkur in neuem Glanz erstrahlen. Derzeit läuft hinter Gerüsten und Schutzplanen eine umfangreiche „Revitalisierung“ des 1976 entstandenen Gebäudes.

Voraussichtlich zum Ende dieses Jahres sollen die Arbeiten beendet sein. Die auf Büroimmobilien spezialisierte Eigentümerin des Hauses, die „alstria office REIT-AG“ mit Verwaltungssitz in Hamburg, investiert rund 3,5 Millionen Euro in Modernisierung und Werterhalt ihres zentral in der Harburger Innenstadt gelegenen Wohn- und Geschäftshauses.

Für ebenfalls rund 3,5 Millionen Euro hatte die Alstria AG den City Block 2007 von der Versicherung Deutscher Ring gekauft, die sich damals von mehreren ihrer Immobilien getrennt hatte. Hauptmieter war damals die Deutsche Angestellten Krankenkasse DAK.

„Das Gebäude befindet sich in guter Lage und in seinem Kern in gutem Zustand“, sagt Unternehmenssprecher Ralf Dibbern, „aber es sind halt viele Verbesserungen notwendig, um das Gebäude viele weitere Jahrzehnte erfolgreich vermieten zu können. Unser Unternehmen ist auf langfristigen Werterhalt und Ertrag ausgerichtet.“

Der City Block ist ein eigenständiges Gebäude, das mit dem anderen Eigentümern gehörenden Geschäftshaus „City Galerie“ sowie dem City-Parkdeck verbunden ist.

Die mit dem Umbau befassten Alstria-Projektleiter Matthias Lehmann und Willi Steinbrenner begleiten derzeit die vom Keller bis zum Dach laufenden Arbeiten. Ein Beispiel für Keller und Dach ist beispielsweise die bislang in der Dach­etage installierte Heizungsanlage.

Die neue, moderne Heizungstechnik kommt in den Keller und schafft oben zusätzlichen Wohnraum. Alle in den oberen drei Etagen des siebengeschossigen Gebäudes gelegenen eineinhalb Zimmer-Wohnungen sind geräumt. Nach dem Umbau werden 33 Wohnungen in der Innenstadtlage bezugsfertig.

Auch der Einzelhandel in der Ladenzone des Erdgeschosses ist derzeit erheblich eingeschränkt. Und die drei darüber liegenden Etagen für Arztpraxen und Büronutzung sind für die Zeit des Umbaus zum größten Teil ebenfalls ohne Mieter.

Für Passanten an den Straßen Harburger Ring und Lüneburger Tor lässt sich nur ahnen, was hinter Gerüsten und Schutzplanen passiert. Die bereits rostig gewordene weiße Blechfassade wird abgerissen.

Auch die etwa 260 Fensterrahmen aus Stahl werden aus dem Mauerwerk geflext und herausgebrochen. Erstmals erhält das Gebäude eine wärmegedämmte Fassade und ebenso wärmegedämmte Fenster. Komplett erneuert wird auch die Hauselektrik.

Die etwa 40 Quadratmeter großen Wohnungen in den oberen drei Etagen erhalten allesamt neue Bäder. Bisherige Loggien verschwinden durch Abbruch von Wänden. Das schafft Raum, um Küchen vergrößern und in der Ausstattung modernisieren zu können.

Wand- und Bodenbeläge werden ebenfalls erneuert. Die drei unter dem Wohnbereich liegenden Büroetagen bieten je Etage Mietflächen zwischen 150 und 600 Quadratmeter, insgesamt 1830 Quadratmeter.

Ralf Dibbern: „Erste Gespräche zur Vermietung laufen bereits, wobei die Bestandsmieter in der Wahl eventuell neuer Flächen im Objekt oder gegebenenfalls in der Verbesserung ihrer bisherigen Flächen zuerst angesprochen worden sind“

Der Alstria-Sprecher hebt hervor, dass mit der Revitalisierung des Gebäudes ein Beitrag geleistet werde, Harburgs Fußgängerzonen Lüneburger Straße und Lüneburger Tor deutlich aufzuwerten.

Alstria wurde 2006 gegründet und 2007 in den intern gemanagten ersten deutschen Real Estate Investment Trust (REIT) umgewandelt, der sich auf Besitz und Verwaltung von Bürogebäuden in Deutschland, Wert rund 1,7 Milliarden Euro, spezialisiert hat.