Harburg
Flüchtlinge

Koalition will Auskunft über das Harburger Wohnschiff

Flüchtlinge ziehen am 26.02.2015 in Hamburg im Hamburger Binnenhafen auf das Wohnschiff "Transit" ein. Das von der Stadt zur Verfügung gestellte Schiff soll Flüchtlinge aus verschiedensten Krisenregionen der Welt beheimaten. Foto: Axel Heimken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Flüchtlinge ziehen am 26.02.2015 in Hamburg im Hamburger Binnenhafen auf das Wohnschiff "Transit" ein. Das von der Stadt zur Verfügung gestellte Schiff soll Flüchtlinge aus verschiedensten Krisenregionen der Welt beheimaten. Foto: Axel Heimken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: Axel Heimken / dpa

Die „Transit“ ist immer noch unterbelegt. Es gibt Probleme mit dem Abwasser. SPD und CDU bestellen Sozialbehörde ein.

Harburg. Die Fraktionen der großen Koalition in der Harburger Bezirksversammlung wollen Auskunft über die Belegung des “ im Harburger Binnenhafen erhalten. In einem gemeinsamen Antrag werden CDU und SPD in der nächsten Sitzung der Bezirksversammlung fordern, dass ein Vertreter der Sozialbehörde hierzu im zuständigen Fachausschuss berichtet.

Das Flüchtlings-Wohnschiff „Transit“ bietet Platz für rund 180 Menschen. Bislang leben erst etwa 60 dort. Technische Probleme, vor allem mit der Abwasserentsorgung, aber auch in anderen Bereichen des Schiffs verhindern, dass das Wohnschiff voll belegt wird. Gleichzeitig beklagt die Sozialbehörde den Mangel an Unterkünften in Hamburg. SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath sieht da eine Diskrepanz:

„Die Harburger Bezirkspolitik hat immer wieder auf die Problematiken der Schiffsunterbringung in Harburg hingewiesen“, sagt er. „Trotzdem hieß es seitens der Sozialbehörde immer, die Schiffsunterkunft sei alternativlos, weil sie schnell umgesetzt werden könne und viele Plätze schafft. Das können wir im Moment nicht beobachten.“

Heimath bemängelt, dass der Kommission, die in die Niederlande gereist war, um die „Transit“ vor dem Charter-Abschluss zu besichtigen, die Mängel am Schiff nicht aufgefallen sind. „Wir hätten diesen Vertrag nie abgeschlossen“, spricht er für seine Fraktion, „und letztlich müsste die Sozialbehörde uns auch darstellen, ob bei den gegenwärtigen Einschränkungen und den Kosten ihrer Beseitigung die Unterbringung auf den Wohnschiffen überhaupt noch zu begründen ist – auch im Sinne der Flüchtlinge, die die Zustände auf der Transit ja aushalten müssen.“