Harburg
Winsen

495.000 Euro für das neue Parkhaus

Jutta Schiecke ist die Regionalbeauftragte für die Region Lüneburg, zu der elf Landkreise zählen

Jutta Schiecke ist die Regionalbeauftragte für die Region Lüneburg, zu der elf Landkreise zählen

Foto: Corinna Panek

Metropolregion fördert den Neubau. Die Landesbeauftragte kommt am Montag zu Besuch in die Kreisstadt und will Geld mitbringen.

Winsen. Solchen Besuch sieht man gern: Jutta Schiecke, die Landesbeauftragte für die Region Lüneburg, wird am kommenden Montag in der Kreisstadt Winsen erwartet. In ihrem Gepäck hat sie den Förderbescheid für das am Bahnhof geplante Parkhaus mitsamt der Abstellanlage für Fahrräder.

Sein Wert: 495.000 Euro, die Bürgermeister André Wiese in Empfang nehmen wird. Zusammen mit den gut 3,5 Millionen Euro von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen erhält die Stadt insgesamt mehr als vier Millionen Euro für das Projekt.

Die zweite gute Nachricht kommt aus dem Bauamt der Stadt. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, sagt Bauamtschef Andreas Mayer, „und wir liegen voll im Zeitplan.“

Danach soll der Bau, für den europaweit ausgeschrieben werden muss, im Juni beginnen und ein Jahr später abgeschlossen sein. Das Parkhaus wird Platz für 540 Autos und das zusätzliche Gebäude Abstellflächen für 300 Räder bieten.

Insgesamt werden die Gebäude und die Infrastruktur im Bahnhofsbereich, zu denen auch eine neue Zufahrt zum Werkstattgebäude der Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE) gehören wird, rund sieben Millionen Euro kosten.

Weil aber die Stadt bei diesem Projekt von der Umsatzsteuer befreit ist und damit die üblichen 19 Prozent nicht zahlen braucht, muss Winsen jetzt noch gut zwei Millionen Euro schultern. „Wir werden das Parkhaus selbst betreiben

Die Gebühr wird bei einem Euro pro Tag oder 120 Euro für ein Jahr liegen“, sagt Bauamtsleiter Mayer. Für die Fassade sind Lochblech-Platten vorgesehen, die auch bei den Bürgern den größten Anklang fanden.

Für den Fonds der Metropolregion wird die Förderung in Winsen möglich, weil das Projekt die strategischen Zielsetzungen des Handlungsfeldes „Infrastruktur und Mobilität“ in der Metropolregion Hamburg erfüllt.

Anteilig gefördert werden sowohl das Parkhaus als auch die Fahrrad-Stellplätze sowie der geplante Service-Raum für Fahrräder. Dorthin können Räder zur Reparatur gebracht und dort später wieder abgeholt werden.

Ebenfalls gefördert wird die E-Mobilität, weil eine Ladestationen für Elektro-Autos und E-Bike installiert werden soll. Das Vorhaben füge sich in den Neubau der Bahnsteige und dem barrierefreien Bahnhofszugang ein, teilte die Metropolregion am Mittwoch mit.

Keine Frage: Das Parkhaus wird die Situation für die Umsteiger auf die Bahn, für die Pendler und den Individualverkehr in Winsen verbessern und mehr Ordnung in den Verkehr im Umfeld der Bahnstation bringen. Bis das Haus fertig ist, werden die Bauarbeiten den Fahrgästen der Bahn aber erneut einiges abverlangen.

Andreas Mayer: „ Wir wollen versuchen, die Einschränkungen soweit wie möglich in Grenzen zu halten, und bitten die Anwohner und Verkehrsteilnehmer schon jetzt für die Dauer der gut einjährigen Bauzeit um Verständnis.“