Harburg
Gastronomie

Inselklause: Saisoneröffnung im Hochwasser-Chaos gefeiert

Gestern noch Landunter, heute schon wieder Kopf hoch: Die inselklause eröffnet einen Tag nach dem Surm wie angekündigt. Wirt Andreas "Köni" Könecke musste improvisieren.

Gestern noch Landunter, heute schon wieder Kopf hoch: Die inselklause eröffnet einen Tag nach dem Surm wie angekündigt. Wirt Andreas "Köni" Könecke musste improvisieren.

Foto: Lars Hansen

Tief Oskar störte die Saison-Vorbereitung der Elbinselkneipe. Doch die Betreiber zeigten sich einmal mehr erfinderisch

Neuland. „Erlebnisgastronomie“ steht auf dem Hinweisschild zur Inselklause am Schweensand-Hauptdeich. Zumindest für den Wirt Andreas „Köni“ Könecke wurde die Werbebotschaft wahr, als es an die Saisoneröffnung am Donnerstag ging. Aber auch die ersten Gäste, die am späten Nachmittag eintrudelten, wurden zu Mitmach-Gastronomen und halfen beim Möbelrücken und Klarschiff-machen.

Seit Dienstag, Sturmtief „Niklas“ hatte sich verkrümelt, hatten Könecke und seine Crew begonnen, die Inselklause aus dem Winterschlaf zu holen. Da hatten sie aber „Oskar“ nicht auf dem Zettel, das Tief, das in Niklas’ Windschatten am Mittwoch noch einmal Wasser die Elbe hochdrückte. Auch die Warndienste unterschätzten die Wasserstände.

„Wir waren wegen ,Niklas sowieso in Verzug und unter Zeitdruck“, sagt Könecke. „Am Mittwoch waren wir nur kurz zum Mittagessen weg und als wir wiederkamen, stand die Insel unter Wasser. Als ich in Wathosen zum Lokal kam und die Tür öffnete, schwammen mir die Lautsprecher entgegen.“

Nach Stürmen Klarschiff zu machen, ist Könecke gewohnt. Mehrmals im Winter muss er in der Klause aufräumen, obwohl das Lokal in der Sturmflutsaison von Oktober bis April geschlossen ist. „Oskar“ hielt sich nicht an den Sturmflutkalender und kam einen Tag nach Saisonende.

Könecke und die Gäste feierten trotzdem. Pünktlich um 19 Uhr spielte die One-Man-Bluesband Frank Plagge. Am 10. April folgt die Band „Innocence Lost“