Harburg
Geschäftseröffnung

Berufsbekleidungs-Spezialist neu an Bremer Straße

Der neue Laden in der Fußgängerzone an der Bremer Straße 2

Der neue Laden in der Fußgängerzone an der Bremer Straße 2

Foto: Jochen Gipp

Fachhändler Kock und Sack präsentiert sich mit seinem Laden „Alpha Workwear and more“

Harburg.  Im Hauptgeschäft von Kock und Sack am Kleinen Schippsee 13 befindet sich die Abteilung für Berufsbekleidung zu wenig im Blickpunkt, weshalb die Geschäftsführung die Entscheidung für die Eröffnung eines zusätzlichen Fachgeschäfts traf. Sein Name: „Alpha Workwear and more“. „Das klingt lässiger als in deutscher Sprache“, sagt Mitarbeiterin Tatjana Domnick, „wir wollen damit auch neue Kunden ansprechen.“

„Wir haben mit Unterstützung des Harburger Citymanagements und des BID-Vermietungsmanagers mehrere Geschäftsräume in der Harburger Innenstadt ansehen können und uns nach kurzer Beratung für die Ladenräume an der Bremer Straße 2 entschieden“, sagt Marcel Sack, 31, der zusammen mit seinem Vater Gustav und seinem Groß-Cousin Christian die Geschäfte des 1913 gegründeten Groß- und Einzelhandels führt. In den Ladenräumen war bis vor kurzem das „Alster-Foto“-Fachgeschäft. Der Besitzer hatte sich zur Ruhe gesetzt.

Nun präsentiert sich der vor wenigen Tagen eröffnete Laden „Alpha Workwear and more“ modern gestaltet, mit heller Beleuchtung und rustikaler Ausstattung. Besonderer Blickpunkt: Eine alte und höchst dekorative Diesel-Zapfsäule aus den 1950er Jahren. Dass strapazierfähige und funktionale Arbeitsbekleidung durchaus auch freizeittauglich sein kann wird beim Bummel durch das Geschäft schnell erkennbar. Modische Farben und Formen dominieren bei Hosen, Jacken, Hemden, Shirts und Schuhen aller Art.

„Wir haben Sicherheitsschuhe in vielen Arten und Schutzklassen“, sagt Marcel Sack. Gummistiefel für Gartenarbeit und Baustelle sind auch darunter. Schutzhelme für den Kopf, Schutzbrillen für die Augen sind in großer Auswahl vorhanden. Und auch ganz spezielles Sicherheitsgeschirr ist zu finden - beispielsweise Gurte, mit denen sich Gerüstbauer bei der Arbeit vor einem Absturz schützen können. „Eine weitere Auswahl an Arbeitsbekleidung haben wir nach wie vor im Hauptgeschäft am Kleinen Schippsee“, sagt Marcel Sack.

Vor zwei Jahren hatte das Anfangs an der Moorstraße als Baubeschlag-Handel gegründete Unternehmen sein 100jähriges Bestehen gefeiert. Bereits in den 1920er Jahren war Umzug zur Straße Kleiner Schippsee. „Wir sind dort Facheinzelhändler im klassischen Sinn“, sagt Marcel Sack, „bei uns gibt es fast alles, von der einzelnen Schraube über Werkzeuge bis hin zur kompletten Lager- und Betriebsausstattung, inklusive Büroeinrichtung.“

Aber der Einzelhandel ist längst nicht alles. Um im Wettbewerb mit großen Handelsketten bestehen zu können, wäre er nicht ausreichend. Geld wird überwiegend im Großhandel verdient. Er bringt der Firma etwa 85 Prozent seines Jahresumsatzes. Gut 350 gewerbliche Partner aus der Industrie und dem Bauwesen zählen zum Kundenstamm, daneben auch Wohnungsbaugesellschaften, Krankenhäuser oder auch Schulen mit ihren Hausmeister-Diensten. Die haben einen breit gefächerten Bedarf, darunter Schrauben, Nägel, Werkzeuge aller Art, Baustahl-Profile bis hin zu Streusalz und Toilettenpapier. Gut 500 000 Einzelartikel zählt die von Kock und Sack angebotene Produktpalette. Flugzeugbauer Airbus in Finkenwerder und die zahlreichen in der Region ansässigen Zulieferbetriebe zählen zu den wichtigsten Kunden.

„Made in Germany steht weltweit nach wie vor für Qualität“, sagt Marcel Sack, „wir handeln überwiegend mit Produkten inländischer Hersteller und liefern hauptsächlich an Kunden in Deutschland. Aber auch das Auslandsgeschäft gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wir liefern inzwischen nach Russland oder auch nach Korea.“