Jesteburg

Jesteburg erhält 60 zusätzliche Flüchtlinge

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Kapazität im Hotel Niedersachsen wird ausgeweitet, Bürgerinfo

Jesteburg. Der Landkreis erhöht die Aufnahmekapazität im Hotel Niedersachsen auf insgesamt 100 Plätze zur Unterbringung von Asylbewerbern. Die Samtgemeinde Jesteburg unterstützt auf diese Weise den Landkreis bei der Schaffung weiterer Unterkünfte für die steigende Zahl der Zuweisungen von Flüchtlingen. In Abstimmung mit dem Besitzer des Hotels Niedersachsen, in dem seit dem Herbst 2014 bereits 40 Asylbewerber untergebracht sind, werden derzeit einige Umbau- und Brandschutz-Maßnahmen durchgeführt, so dass die Unterkunft voraussichtlich ab Ende April zunächst mit 30, später dann mit bis zu 60 weiteren Flüchtlingen belegt werden kann.

„Wir kommen hier unserer gesetzlichen Verpflichtung und unserer gesellschaftlichen Verantwortung nach, Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten aufzunehmen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Hans-Heinrich Höper. „Damit wir bei einer weiterhin steigenden Zuweisung von 35 bis 40 Flüchtlingen pro Woche nicht auf Turnhallen als Notunterkünfte zugreifen zu müssen, nutzen wir lieber das Hotelangebot“, ergänzt Reiner Kaminski, Bereichsleiter Soziales beim Landkreis Harburg.

Neben den bislang 40 Asylbewerbern im Hotel Niedersachsen sind in Jesteburg derzeit rund 90 weitere Flüchtlinge in zwei Unterkünften am Sandbarg und im Erikaweg sowie dezentral in verschiedenen Wohnungen untergebracht. Insgesamt erweitert die Samtgemeinde ihre Kapazität damit auf knapp 200 Plätze für Asylbewerber. Die Flüchtlinge im Hotel Niederachsen werden wie auch in anderen Unterkünften des Landkreises von der Firma Human Care als Betreiber mit Heimleitern und einem Sozialarbeiter rund um die Uhr betreut.

Die betroffenen Anwohner hat die Samtgemeinde bereits in dieser Woche per Brief über die aktuellen Planungen informiert und sie eingeladen zu einer öffentlichen Bürgerversammlung am Mittwoch, 25. März 2015 um 19 Uhr im Heimathaus, Adresse: Niedersachsenplatz 2, 21266 Jesteburg.

„Alle interessierten Jesteburger Bürgerinnen und Bürger sind uns willkommen, denn wir brauchen für die Betreuung der neuen Nachbarn noch weitere ehrenamtliche Flüchtlingshelfer“, sagt Höper. „Auch der Bund und das Land sind hier gefordert, Landkreis und Gemeinden bei der Finanzierung der Unterkünfte sowie bei der Betreuung und Förderung ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer weit besser als bisher zu unterstützen. Denn nur gemeinsam können wir als Staat und als Zivilgesellschaft diese Aufgabe und Herausforderung meistern.“

Vertreter der Gemeinde, des Landkreises und der Betreiberfirma werden die Bürger über den aktuellen Stand der Planungen, das Betreuungskonzept und die Gesamtsituation im Landkreis und in Jesteburg informieren. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Anregungen.

( (HA) )

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