Harburg

120 Schüler zur Ader gelassen

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Schulsprecherteam der Goethe-Schule Harburg organisiert große Blutspenden-Aktion mit dem DRK

Harburg. Freies W-Lan auf dem Schulgelände, mehr Freiheiten für Schüler, keine Hausaufgaben an langen Tagen. Normalerweise ähneln sich die Wahlversprechen von Schulsprechern. Ganz anders aber war die Zielsetzung des Schulsprecherteams der Goethe-Schule Harburg. Sie organisierten eine Blutspendenaktion an ihrer Schule.

Das siebenköpfige Team um Kaser Ahmed, Arianit Kameraj, Gurdavinder Singh Gill und Ali Abdelrahim ließ sich dabei von der Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Gemeinde KdöR inspirieren, die regelmäßig Blutspenden in Moscheen organisiert. „Da dachten wir, dass wir das auch in der Schule implementieren könnten“, sagte Kaser Ahmed. Zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz organisierte das Schulsprecherteam die Spendeaktion in nicht mal neun Wochen. „Fast jeder würde Blut spenden, aber keiner geht gerne zu einer Blutspenden-Aktion. Deshalb holen wir die Spendenaktion einfach hierher an die Schule“, fasste Ahmed den Grundgedanken zusammen.

Stattgefunden hat die Aktion nun am Mittwoch in der Sporthalle Bunatwiete, Standort der Oberstufe der Goethe Schule Harburg. Vor etwa neun Wochen machten Ahmed und Co. eine Umfrage, um sich ein Bild davon zu machen, wie viele Leute an einer Blutspende-Aktion teilnehmen würden. „Damals gaben 70 Schüler an, dass sie spenden wollen“, so Ahmed. Teilgenommen haben am Mittwoch etwa 120 Schüler.

Voraussetzung für die Anmeldung war, dass die Schüler mindestens 18 Jahre alt waren. Zudem füllten die Teilnehmer vorher einen DIN-A4-Bogen aus. Zusätzlich wurde vor der Blutspende eine kleine Probe des Blutes entnommen, um zu sehen, ob der Eisenwert zu niedrig ist. „Ist der Eisenwert zu niedrig, kann das Blut kaum Sauerstoff transportieren. Dann kommt eine Blutspende nicht in Frage“, sagte Teamärztin Dr. Anna Stuckensen vom DRK. Den Blutspendern wurden je 500 Milliliter Blut entnommen.

„Wir versuchten über alle möglichen Wege den Kontakt zum Deutschen Roten Kreuz aufzubauen. Schließlich haben wir es hinbekommen“, sagte Ahmed , der selbst aus Krankheitsgründen nicht spenden konnte. Letztlich wären ungefähr 40 Freiwillige an der Organisation beteiligt, so Ahmed. „Ein 20-Mann Team vom Deutschen Roten Kreuz, ein zehnköpfiges Buffet-Team, der Oberstufenkoordinator Thomas von Ohlen, der Hausmeister und wir Schulsprecher“, zählte Ahmed auf.

Schulleiter Michael Knobloch ist stolz auf seine Schüler: „Es gab zwar mal kleinere Aktionen, aber eine Blutspendenaktion in dieser Größenordnung zu organisieren, ist einfach toll.“ Das Thema Blutspenden sei von enormer Wichtigkeit. „So ist der heutige Tag eine wichtige Erfahrung für die Notwendigkeit von Blutspenden“, so Knobloch. Gleichzeitig könnten die Teilnehmer aber auch ihre Blutwerte überprüfen lassen. „Eine rundum gelungene Aktion“, fasste Knobloch kurz und passend zusammen.

Seit September ist das Schulsprecherteam aktiv und man darf gespannt sein, was es noch auf die Beine stellen kann.

( (hpmw) )

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