Neugraben

Zu viele Zungenbrecher: Neue Straßennamen kommen später

Achim Gerdts, Regionalbeauftragter Süderelbe des Harburger Bezirksamts machte Druck: Die neuen Straßennamen für das Neubaugebiet Neugraben-Fischbek 65 müssten vor April beschlossen sein, weil im April der Senat einen Beschluss dazu fassen wollte.

Neugraben. Deshalb sollte der Regionalausschuss noch in seiner Sitzung am letzten Mittwoch die Namensliste abnicken, die das Fachamt für Management des öffentlichen Raums vorgelegt hatte. Mit dem Vermarkter IBA sei diese Liste auch schon abgesprochen.

Davon ließen sich die Kommunalpolitiker jedoch nicht beeindrucken und verschoben die Entscheidung um einen Monat. „Wir finden das etwas kurzfristig“, sagte Arend Wiese (SPD), „und würden diese Straßennamen gerne noch einmal mit der alten Liste des Ortsausschusses abgleichen.“

Diese Liste ist einige Jahre alt. Sie stammt aus der Zeit, als das Plangebiet noch Neugraben-Fischbek 15 (NF 15) hieß, bevor der Wachtelkönig NF 15 stoppte und es als NF 65 verkleinert wieder auflebte. Die Straßen in diesem Gebiet sollten nach heimischen Vögeln und Kräutern benannt werden. Die SPD, so hatte man es damals aufgeteilt, durfte sich die Kräuter aussuchen, die CDU die Vögel.

An die Natur-Vorgabe hielt sich auch das Fachamt: Am Moorgürtel, Wacholderdrosselweg, Pirolweg, Wiesenpieperhof, Feldschwirlweg, Braunkehlchenweg und Im Vogelnest sollten die kleinen Straßen heißen. Vor allem Feldschwirl und Wacholderdrossel erscheinen Wiese allerdings problematisch: „Das sind doch Zungenbrecher“, sagt er.

Unstrittig waren zwei neue Straßennamen beim Containerterminal Altenwerder: Altenwerder Querweg und Am Altenwerder Kirchtal. Allerdings weiß niemand, wo in Altenwerder je ein Tal war.

( (xl) )

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