Harburg
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Schüler reisen in die Steinzeit

Gemeinsames Projekt in den Ferien: Kinder erleben mit dem Margaretenhort das Leben unserer Vorfahren

Harburg. Hamburgweit ist Ferienzeit. Doch in einigen Schulen herrscht auch in diesen schulfreien Tagen ein verblüffend reger Betrieb. Der Auslöser für die Lebhaftigkeit in den Schulen ist ein Ferienprogramm, begleitet vom Margaretenhort. Dieser arbeitet als Kooperationspartner und Dienstleister in der schulischen Ganztagsbetreuung und ist mit verschiedenen Standorten in Hamburgs Süden vernetzt.

Ein Novum ist, dass in diesem Jahr gleich drei Margaretenhort-Schulen zu einem gemeinsamen Thema kooperieren. Im Vorfeld der Ferien setzten sich die Koordinatoren der Schulen zusammen und beschlossen ein solches Gemeinschaftsprojekt, um die Kommunikation der Schulen untereinander weiter zu fördern. Zudem, so die Idee, würden die Kinder den Bildungsort Schule durch abwechslungsreiche Projektwochen aus einer ganz anderen Perspektive kennen lernen. In dieser Runde sammelten und diskutierten sie Ideen für Gestaltungsmöglichkeiten des Ferienprogramms und einigten sich am Ende auf das facettenreiche Thema „Steinzeit“. Während der zwei Wochen wenden sich die Kinder in vollem Umfang diesem Thema zu und arbeiten an unterschiedlichen Projekten. Zu den teilnehmenden Schulen gehören die Harburger Schulen Kapellenweg und Grumbrechtstraße sowie die Schule Schnuckendrift in Fischbek.

Die Projektwochen in der Schule Kapellenweg stehen unter dem Motto „Steinzeit und wie man da lebte“. An jedem Tag erwartet die Grundschüler ein buntes Programm an Projekten, in denen sie eindrucksvolle Erkenntnisse über den Lebensstil der Steinzeitmenschen gewinnen. Zu Beginn des Tages suchen sich die Kinder aus der Themenauswahl das Projekt aus, zu dem sie gerade am meisten Lust haben und tun sich in Gruppen zusammen. Diese Art von Gruppenbildung betont den freiwilligen Charakter des Ferienprogramms. Sie entwerfen unter anderem Steinzeitkleidung und Schmuck, bauen Pfeile und Bögen, schleifen Steine, erarbeiten eine Steinzeitversion des Spiels „Quartett“ oder spielen das bekannte „Tic Tac Toe“ mit kleinen Ästen und Steinen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Höhlenmalerei, bei der sie Farbmittel mit Kleister verarbeiten und verschiedene Motive auf Pappe auftragen. Das „Neandertal-Kino“ informiert über zusätzliche Besonderheiten und liefert einprägsame Eindrücke dieses Zeitalters. Auch außerhalb des Schulgeländes ist die Gruppe unterwegs und baut gemeinsam Höhlen im Wald oder backt Stockbrot am Lagerfeuer.

Strahlende Kinderaugen verraten, dass sie eine große Begeisterung für die Projektwochen verspüren und ein großes Interesse daran haben, so viel wie möglich über das Leben in der Steinzeit zu erfahren und ihre gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Bemerkenswert ist, dass die Kinder bereits nach wenigen Tagen gut über die Steinzeit Bescheid wissen. Dementsprechend stolz präsentieren sie ihre Projektergebnisse.

Während auch die Schule Grumbrechtstraße Projekte zum Thema „Steinzeit“ durchführt, bearbeitet die Schule Schnuckendrift das Thema in einer „Zeitreise“, wobei noch das Mittelalter, die Zukunft und das alte Ägypten eine Rolle spielen. In der kommenden Woche findet zum Abschluss der Projektwochen ein gemeinsamer Steinzeittag für die Kinder der drei Grundschulen statt. Er signalisiert, dass die Zusammenarbeit der Margaretenhort-Schulen nicht nur die erste, sondern auch eine besonders harmonische ist.