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Grundsanierung der A39: Ab Mai wird’s eng

Zwischen Winsen-West und Maschen wird die Fahrbahn abgetragen und neu aufgebaut

Lüneburg/Winsen. Die Autobahn 39 wird in diesem und im kommenden Sommer zwischen Winsen-West und Maschen von Grund auf erneuert. Das bedeutet, dass die Fahrbahn bis auf den Erdboden abgetragen und anschließend neu aufgebaut wird. Ab Mai ist mit Verkehrsbeschränkungen zu rechnen. Die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau hat die Maßnahme gestern in Lüneburg vorgestellt.

Im ersten Bauabschnitt wird von Mai bis Oktober die Fahrbahn in Richtung Lüneburg erneuert. Ein Jahr später ist die Gegenrichtung dran. Auf dem 8,2 Kilometer langen Abschnitt müssen auf einer Fläche von 90.000 Quadratmetern 20 Zentimeter dick Zement als Unterbau und 30 Zentimeter dick Asphalt aufgetragen werden, dazu kommt die Erneuerung von 25.000 Meter Schutzplanken. Dort, wo es erforderlich ist, wird auch die Entwässerung erneuert. An acht Brückenbauwerken sind Betonsanierungen an den Kappen sowie Geländer- und Fugenarbeiten erforderlich. Die Maßnahme kostet rund acht Millionen Euro.

Die Fahrbahn in Richtung Lüneburg wird ab Mai voll gesperrt. Der Verkehr wird über die Fahrbahn in Richtung Hamburg abgewickelt: Zwei Fahrstreifen werden in Richtung Lüneburg geführt, einer in Richtung Hamburg. „Wir haben in Richtung Lüneburg zwei Spuren vorgesehen, um Rückstaus über das Maschener Kreuz hinaus zu verhindern“, erläutert Gesa Schütte, Fachbereichsleiterin Bau. Weil in Richtung Hamburg nur ein Fahrstreifen zur Verfügung steht, müssen auch einige Anschlussstellen gesperrt werden: Die A39 kann an der Anschlussstelle Winsen-West nur verlassen werden, ein Auffahren ist nicht möglich. Gesperrt ist auch die Abfahrt Maschen in Richtung Hamburg. Zu Beginn und Ende der Bauarbeiten muss auch die Auffahrt in Winsen-West in Richtung Lüneburg für jeweils vier bis sechs Wochen gesperrt werden. „Wir sperren die Auffahrt Winsen-West, weil es zu gefährlich wäre, wenn Autofahrer dort einfädeln müssen, wo nur eine Spur zur Verfügung steht“, erläutert Geschäftsbereichsleiter Dirk Möller. Im Baustellenbereich gilt Tempo 60 beziehungsweise 80.

Bis Oktober soll die Fahrbahn fertig sein. Ab Mai 2016 wird die Gegenrichtung saniert. Detaillierte Angaben zu Sperrungen und Umleitungen wird die Behörde später bekannt geben, da zurzeit noch die Ausschreibung läuft und die Arbeiten an die Gewerke noch nicht vergeben sind. Fest steht: Mit dem Bau wird erst begonnen, wenn die „Michelbrücke“ am Horster Dreieck und die Luhebrücke im Verlauf der Hansestraße in Winsen fertig sind. Für letztere hat sich am Fertigstellungstermin bis Ende April nichts geändert, betont Möller. Viele Staus seien nicht zu erwarten, wohl aber Verkehrsbehinderungen. „Der Verkehr wird sich seine Wege suchen“, sagt Möller. Die Kreisstraße 86 Winsen–Stelle werde mehr belastet.

Alle Maßnahmen sind mit der Polizei, der Verkehrsbehörde und auch mit den Nachbarbundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein abgestimmt. Es ist die erste grundhafte Erneuerung der A39 seit ihrer Fertigstellung vor rund 25 Jahren.