Leserbriefe an die Redaktion

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Bürger wird bevormundet

16. Februar: „Wie viel Auto darf noch sein am Inselpark?“

Es ist leider so, dass die Theoretiker der Stadtplanung die Bürger bevormunden wollen, wie sie sich zu verhalten haben. So kommen die zahlreichen Fehlplanungen in der der Stadt Hamburg zustande. Was ist denn hier überhaupt in den letzten 20 Jahren gelungen ?

Hafencity: toter Stadtteil. Elbphilharmonie: Millionengrab. Inselpark: Sandkastenspiele von einigen selbst bezuckernden Architekten und Planern. Busbeschleunigung: ein Rohrkrepierer. Verkehrskonzept für Hamburg: Fehlanzeige. Konzept für Hafenlogistik: Verkehrsleit(d)system, das nicht funktioniert. Bahnhof Altona: die nächste Pleite.

Dies ließe sich weiter fortsetzen. Es ist nur eine verschwindende Minderheit, die auf das Auto verzichten will. Das sollten die Planer endlich mal zur Kenntnis nehmen, statt einen Umerziehungsprozess der Bürger zu versuchen. Die Reparatur dieser Fehler wird den Steuerzahler noch viel Geld kosten.

Busse und Bahnen sind in vielen Fällen sinnvoll, aber bei weitem nicht immer attraktiv. Da bleibt eben nur das Auto. Dem muss man Rechnung tragen und ausreichend Parkplätze zur Verfügung stellen. Aber die „vergrünte“ Verwaltung meint, die Bürger verscheißern zu müssen. Dabei machen die Grünen bestenfalls drei bis vier Prozent der Bevölkerung aus. Die restlichen 96 bis 97 Prozent müssen unter denen leiden.

Die Asphaltfläche am Inselpark muss umgehend zu Parkplätzen umgebaut werden. Das Auto ist auch in einer modernen Stadt unumgänglich. Ja, das Auto macht erst die moderne Stadt aus -nicht das Fahrrad.

Klaus Striege

Das Auto nicht verdammen

Es ist für mich merkwürdig, dass ich für das Parken an der Alsterschwimmhalle keinen Cent bezahlen muss, aber außerhalb des City-Bereiches anfangs mehr als beim Parken in einem der City-Parkhäuser. Ich habe das Personal an der Kasse in der Schwimmhalle auf diese unterschiedlichen Parkgebühren angesprochen. Letztmalig wurde mir vor Weihnachten ein Hinweis gegeben über Verhandlungen zwischen der Behörde und dem Betreiber des Parkhauses. Der Parkplatz des Hotels ist gähnend leer.

Ich gehöre nicht zu den Betuchten, aber kann mir lässig die zwei oder drei Euro für das Parken zusätzlich zu den mittlerweile auf 5,90 Euro gestiegenen Kosten für die Eintrittskarte leisten. Mit den unterschiedlichen Parkgebühren könnte man es sich aber auch überlegen, zur Alsterschwimmhalle zu fahren und dort zu schwimmen.

Das wäre sicherlich nicht im Sinne der Hamburger Verwaltung. Wenn die Stadt es erreichen will, dass das Sport- und Freizeitangebot im Inselpark angenommen wird, dann muss sie nicht die Besucher bevormunden und das Auto verdammen. Wenn sie es ehrlich meint, dann müsste auch der städtische Fuhrpark für innerstädtische Fahrten verboten werden.

Dr. R. Egge

Wieder mal eine Fehlplanung

Zu Sportstätten wie Kletterhalle und Schwimmhalle gehören auch immer genügend Parkplätze. Bei Regen ist es unmöglich, dort trocken anzukommen, weil der Weg zu weit ist. Wir haben zwar eine riesige Fußgängerzone, die meistens menschenleer ist, aber keine Parkplätze. Wieder mal eine Fehlplanung von der Stadtentwicklungsbehörde, wo nicht an die Bürger gedacht wurde.

Holger Stahl

Unmögliche Parksituation

Es ist eine unmögliche Parksituation in ganz Wilhelmsburg geworden. Es werden immer mehr Autos zugelassen. Ein Unding,vor den Geschäften, Cafés, Besucherattraktionen wie Bunker, IBA, IGS, Marktkauf (Luna Center) Parkplätze abzubauen oder nicht zu vergrößern. Die Veringstrasse war früher immer eine Einkaufsstraße, und für die ansässigen Bewohner wurde der Parkraum geschaffen. Die mit dem Auto kommende Kundschaft konnten ihre Autos in der Veringstrasse abstellen, wenn sie sonnabends oder mittwochs den Wochenmarkt am Stübenplatz aufsuchten.

Die Neuhöfer Straße beim Neubau-Wohnblock (Ecke Veringstraße/Neuhöfer Straße) zugepollert, ebenfalls haarsträubend. Keine Parkbucht oder Ein-/Aussteigezone eingerichtet. Die Geschäfte (Fußpflegestudio/Hamam) gehen in der Veringstraße kaputt dank der kopflosen Planung und Umgestaltung.

Das ganze Reiherstiegviertel hat keinen Supermarkt mehr, nur am Rand gelegen: Aldi und Penny. Gerade im sozial bewohnten Reiherstiegviertel ist es wichtig, die Parkplätze in voller Zahl aufrechtzuerhalten und an geeigneter Stelle neue einzurichten.

Name ist der Redaktion bekannt

Und die Schwerbehinderten?

Ich finde Ihren Artikel sehr lesenswert. Meine Frage ist, denkt man auch an Schwerbehinderte? Mein Mann 80- und ich 60-prozentig schwerbehindert, haben da unsere Probleme. Jeder Meter, den mein Mann gehen muss, ist für ihn mit Schmerzen verbunden. Für Rollstuhlfahrer noch schwieriger. Es geht uns im Warmwasserbecken sehr gut und wir versuchen einmal pro Woche die Schwimmhalle zu nutzen.

Wie sieht das da mit den Kosten aus: Wenn wir das Auto nicht nutzen, fällt meinem Mann die Anreise sehr schwer, denn von uns fährt nur sehr selten ein Bus. Wenn aber einer fährt, fallen zumindest für mich drei Euro Fahrgeld an. Parken im Parkhaus ist auch nicht billiger und für uns auch nicht viel bequemer. Was machen dann erst Behinderte die im Rollstuhl sitzen?

R. Langner

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