Harburg
Kommentar

Wird der Ostring jetzt überflüssig?

Eine unmoderne Ampel zu ersetzen ist keine große Sache. In Buchholz könnte sie ungeahnte Folgen haben.

Der tägliche Stau auf der Nord-Süd-Achse der Innenstadt ist der Grund, warum viele Politiker und Bürger den Ostring fordern. Doch wann und ob er überhaupt gebaut wird, ist noch völlig offen. Denn immer noch liegt die Causa Ostring beim Verwaltungsgericht Lüneburg zur Überprüfung.

Weil sich das Verfahren seit nunmehr vier Jahren hinzieht und kein Ende in Sicht ist, bewegen sich Befürworter und Gegner der Umgehungsstraße aufeinander zu. Nicht nur, dass die Modernisierung der Ampeln Ergebnis eines interfraktionellen Antrags ist, auch das vom Gericht angeregte Mediationsverfahren wird allseits begrüßt.

Nun stellen sich spannende Fragen: Führt die Entwirrung der Verkehrsknoten auch zur Durchschlagung des gordischen Knotens, in den sich Ostring-Gegner und -Befürworter über Jahrzehnte verstrickt haben? Sollten am Ende ein paar neue Ampeln den Ostring gar überflüssig machen? Oder bleibt das alles ein Traum?