Harburg
Neuwiedenthal

Eine Ampel mehr ist eine Ampel zu wenig

Regionalausschuss Süderelbe besteht auf zwei Kreuzungsampeln am Elbdeich

Neuwiedenthal . Dass die Hamburg Port Authority (HPA) in den nächsten Wochen eine provisorische Fußgängerampel am Cranzer Hauptdeich aufstellen will, begrüßten die Mitglieder des Regionalausschusses Süderelbe bei ihrer Sitzung am Mittwoch grundsätzlich. Dennoch sorgte die Antwort auf den fraktionsübergreifenden Antrag zu dem Thema für Unmut im Ausschuss: Beantragt waren nicht eine, sondern zwei Ampeln und außerdem keine reinen Fußgängerampeln, sondern solche, die auch den Pkw aus Neuenfelde und Cranz das Einscheren in den Verkehr am Hauptdeich ermöglichen.

„So stand es in unserem Antrag“, sagte Arend Wiese (SPD) der die Drucksache noch in seinen Unterlagen hatte, „und so wollen wir es haben.“ Auch die Ausschussvorsitzende Gudrun Schittek (Grüne) ist nur zum Teil zufrieden: „Der Verkehr am Neuenfelder und am Cranzer Hauptdeich hat seit der Eröffnung der Umgehungsstraße Finkenwerder so stark zugenommen, dass das Queren der Fahrbahn gefährlich ist. Das Problem ist mit der Einrichtung einer Bedarfsampel am Cranzer Hauptdeich jedoch überhaupt nicht gelöst“, schreibt sie in einer Presseerklärung. „An der Kreuzung Neuenfelder Hauptdeich können die aus Neuenfelde kommenden Pkw und Busse noch immer nicht in angemessener Zeit abbiegen und Radfahrer und Fußgänger können nicht gefahrlos die Fahrbahn überqueren. HPA hat die gesamte Planung verzögert und die Umsetzung ist völlig unzureichend.“

Die Ausschussmitglieder monierten, dass die HPA mit zweierlei Maß messe: „Angeblich reicht das Verkehrsaufkommen ja nicht für zwei Ampeln“, sagt Ausschussvertreterin Kerstin Schulz-Raddatz (SPD), „aber am Airbus- Westtor wird eine gebaut. Das erschließt sich mir nicht.“

Auch die Stadt müsste ein Interesse an KfZ-Ampeln am Neuenfelder Hauptdeich haben, meinte der CDU-Abgeordnete Lars Frommann, „schließlich steht der HVV-Bus ja morgens auch immer im Stau vor dem Hauptdeich.“ Zur nächsten Sitzung lädt der Ausschuss einen Vertreter der HPA ein.