Harburg
Maschen

Thomas Grambow will Chef der SPD im Kreis werden

Klaus-Dieter Feindt tritt nicht wieder an. Delegierte wählen am 18. April bei einem Parteitag

Maschen. Die Entscheidung ist gefallen: Thomas Grambow kandidiert für den Vorsitz des SPD-Unterbezirks im Landkreis Harburg. Das hat der amtierende Vorsitzende, Klaus-Dieter Feindt, am Montagabend bei einem Treffen des Vorstands mit den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Maschen mitgeteilt.

Einen Gegenkandidaten für Grambow, der im Landratswahlkampf knapp gegen Rainer Rempe (CDU) verloren hatte, gibt es vorerst nicht. Feindt selbst tritt zur Wahl nicht wieder an, bewirbt sich aber als Finanzbeauftragter. Der Hintergrund: Anneliese Scheppelmann will dieses Amt nicht weiterführen und sich aus dem Unterbezirksvorstand zurückziehen. Feindt ist auch in Tostedt Finanzbeauftragter. Die Entscheidungen werden beim Unterbezirksparteitag am 18. April fallen. Alle Ämter werden für zwei Jahre vergeben.

„Es wird keine leichte Aufgabe, aber ich werde mich ihr stellen“, sagte Grambow in einer ersten Reaktion nach der Sitzung dem Abendblatt. „Ich biete meine Kandidatur an und freue mich, wenn ich gewählt werden sollte.“ Bei dem Parteitag entscheiden die rund 70 Delegierten aus den zwölf SPD-Ortsvereinen im Landkreis über den neuen Vorsitzenden. Insgesamt hat die SPD im Landkreis knapp 1200 Mitglieder.

Der nächste wichtige Termin für die SPD ist am 14. Februar eine Klausurtagung der Kreistagsfraktion und des Unterbezirks im Sunderhof in Hittfeld. Dabei wird es zum einen um die Umlage der Gemeinden für den Kreis gehen, die der Landkreis erhöhen will. Zudem wird der Wahlkampf zur Kommunalwahl im Herbst 2016 Thema sein. „Mit dem Parteitag im April wird dann der Wahlkampf eröffnet“, sagte Feindt weiter.

Gast beim Parteitag in der Burg Seevetal wird der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil sein. Der Magister, der aus Soltau stammt und in Hannover politische Wissenschaft, Soziologie und Geschichte studiert hat, war 2005 erstmals in den Bundestag nachgerückt. Bei der Bundestagswahl 2009 schaffte er den Einzug über die Landesliste.

Klingbeil (36) gehörte dem Verteidigungsausschuss an und arbeitete zusätzlich als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien und dem Unterausschuss Neue Medien mit. Daneben wurde Klingbeil zum Berichterstatter für neue Medien der SPD-Bundestagsfraktion und zum stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landesgruppe gewählt. Bei der Bundestagswahl 2013 kam er erneut über die Landesliste in den Bundestag. Hier ist er erneut im Verteidigungsausschuss. Beim Parteitag soll er sich auch zu den Neuen Medien äußern.