Harburg
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Wohnen und Gewerbe – geht das?

Stadtplanungsausschuss stellt Entwurf zu „Heimfeld 49“ vor. Kontroverse Diskussion

Harburg. Im Fernsehen lief die Übertragung des Fußballspiels HSV gegen Bayern München. Und im Großen Sitzungssaal des Harburger Rathauses war vom Stadtplanungsausschuss zeitgleich die Öffentliche Plandiskussion zum B-Planentwurf „Heimfeld 49“ angesetzt. Vermutlich wegen des Fußballspiels hielt sich das Öffentliche Interesse an der Diskussion in überschaubarem Rahmen.

Der neue B-Plan soll den bisherigen Baustufenplan von 1958 ablösen, der das Gebiet an der Buxtehuder Straße 48-62 in Heimfeld-Nord als Geschäfts- und Gewerbegebiet mit Wohnnutzung ausweist ansonsten aber kaum Einschränkungen kennt. Das soll der künftige B-Plan besser können. In Zukunft sollen Antragsteller von Bauvorhaben wissen, was in dem Gebiet geduldet ist und was nicht. Beispielsweise soll die Bauhöhe auf drei Geschosse begrenzt werden. Und der Bau neuer Wohnungen wird wegen des Lärms von Straße und Bahnstrecke von vornherein ausgeschlossen sein.

Der B-Plan umfasst das Gebiet Buxtehuder Straße, Lauenbrucher Straße, Unterelbestraße. Vier Grundeigentümer sind dort registriert. Größter Brocken ist das Gelände des ehemaligen Max Bahr Baumarkts. Dort will – wie bereits berichtet – die österreichische Möbelhauskette XXXL Lutz eine neue Möbelhausfiliale mit 7000 Quadratmeter Handelsfläche, einschließlich 800 Quadratmeter für Randsortimente wie Küchen- und Elektroartikel.

Marion Krüger von der Lärmkontor GmbH hatte Untersuchungen zur Lärmbelastung im Gebiet vorgelegt und Boris Böhn von Lademann und Partner zur Einzelhandelssituation am Standort. Lebensmittel-Einzelhandel wird ausgeschlossen, ebenso innenstadtrelevante Produkte. Auch Spielhallen und Bordelle finden keine Zulassung.

Irmgard Devers, eine der Grundeigentümerinnen, war besorgt wegen der Lärm-Einschränkungen. Klare Ansage: Der B-Plan wird keine Einschränkungen in der bestehenden Grundstücks- und Gebäudenutzung mit sich bringen. Wohnungen bleiben erhalten.