Harburg
Holm-Seppensen

Wer will fleißige Handwerker seh’n?

Der muss nach Holm-Seppensen geh’n. Dort präsentierten 70 Kinder einen neuen Teil des Kulturpfades

Holm-Seppensen. Wer will fleißige Handwerker seh’n? Der muss nach Holm-Seppensen geh’n: Mit diesem Kinderlied untermalten die Schüler der Mühlenschule Holm-Seppensen die Präsentation ihrer diesjährigen Projektarbeit: Teil 3 des Kinder-Kulturpfads ist jetzt an der Seppenser Mühle eröffnet worden.

Zum dritten Mal hat die Holm-Seppenser Künstlerin Miriam Bonner mit den Schülern Info-Tafeln für einen thematischen Wanderweg erarbeitet. Das Thema lautete diesmal „Altes Handwerk“. An neun Gewerke wird an acht Stationen in Holm-Seppensen, Holm und Seppensen erinnert.

Ihre Informationen bezogen die Kinder aus erster Hand: Von jedem Gewerk gab es einen oder mehrere Vertreter, die die Kinder in ihre Betriebe einluden. Oder zu Besuch kamen: Friseurmeister Karl-Heinz Meyer etwa schnitt den Kindern in der Klasse die Haare. An seinen Laden „Friseur im Steinhaus“ erinnert eine Tafel am Weg zur Mühle. „Das Haus haben wir 1947 aus den Ziegelsteinen unseres zerstörten Hamburger Hauses hier gebaut“, berichtet Meyer. Vertreten sind außerdem die Handwerksberufe Müller, Tischler (inklusive Sägewerk), Bäcker, Schmied, Fleischer, Schuster und Imker.

Die Kinder haben die Bilder für die Infotafeln gemalt und die Texte zusammengestellt. Das Layout hat Sandra Helberg entwickelt. Die hölzernen Tafeln hat die Buchholzer Jugendwerkstatt „Chancen schaffen“ hergestellt, der städtische Bauhof hat die Pfosten eingegraben.

Auch der Kulturbahnhof ist beteiligt: Er hat den bürokratischen Teil wie Genehmigungen und Versicherungen übernommen. Zu jedem Kulturpfad gibt es einen Faltplan mit den einzelnen Stationen, den Stefanie Behrndt gezeichnet hat. Nach den Projekten „Holm-Seppenser Künstlerkolonie“ (2012) und „Straßennamen in Holm-Seppensen“ (2013) und „Alte Handwerke“ (2014) plant Miriam Bonner auch für 2015 wieder eine Projektwoche. Das Thema wird nach den Ferien festgelegt. „Danach wollen wir mit den Kindern das Thema Öffentlichkeitsarbeit erarbeiten“, kündigt sie an.