Harburg
Buxtehude

Staatsanwaltschaft Stade klagt „Schulhof-Vergewaltiger“ an

Die Staatsanwaltschaft Stade hat Anklage gegen einen 22-jährigen Mann aus Buxtehude wegen zweifacher Vergewaltigung erhoben.

Buxtehude. „Wir werfen dem Mann vor, für zwei grausame Vergewaltigungen in Buxtehude am 2. und 23. Februar dieses Jahres verantwortlich gewesen zu sein“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade, Kai Thomas Breas.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann zweifache Vergewaltigung jeweils in Tateinheit mit Körperverletzung vor, wobei in einem Fall der sexuelle Missbrauch von Jugendlichen hinzukommt. Laut Anklageschrift hat der Angeschuldigte am 2. Februar zunächst eine 14-Jährige in der Nähe einer Sporthalle einer Schule auf verschiedene, brutale Art und Weise vergewaltigt. Etwa drei Wochen später kam es dann zu der Vergewaltigung einer seinerzeit 20-Jährigen auf dem Schulhof einer Grundschule in Buxtehude-Altkloster, für die der 22 Jahre alte Angeschuldigte nach dem Ergebnis der Ermittlungen ebenfalls verantwortlich gewesen ist. Der Angeschuldigte soll seine Taten auf einem mitgeführten Smartphone gefilmt haben.

Der Angeschuldigte hat über seinen Verteidiger die ihm vorgeworfenen Taten grundsätzlich eingeräumt und angekündigt, in einer anzuberaumenden Hauptverhandlung ein umfassendes Geständnis ablegen zu wollen. Ein Tatnachweis und damit eine Überführung des am 12. März festgenommenen und noch immer in Untersuchungshaft befindlichen Angeschuldigten wird jedoch nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ohnehin angesichts der zahlreichen und eindeutigen von der Polizei ermittelten und seitens der Staatsanwaltschaft benannten Beweismittel gelingen. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von einer uneingeschränkten Schuldfähigkeit des Angeschuldigten aus. Den Angeschuldigten erwartet im Falle einer Verurteilung Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren mit anschließender Sicherungsverwahrung.