Harburg
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Erste Runde schon am Donnerstag

Harburger Binnenhafenfest: Die Beachvolleyballer und das Riesenrad bauen schon seit gestern auf. Wette am Freitag

Harburg. Das Wetter übt noch ein wenig für das Wochenende, aber am Kanalplatz und am Lotsekai kann man nicht warten, bis die Sonne scheint: Die Aufbauarbeiten für das Binnenhafenfest haben begonnen. Seit gestern werkeln Leute am Riesernrad und an der Beachvolleyball Arena. Ab Donnerstag soll es schon einen kleinen Vorgeschmalck geben.

Damit ist endgültig jedem klar, was alle schon lange wissen: Mit dem Riesenrad als dem prototypischen Großjahrmarkts-Fahrgeschäft wird deutlich sichtbar, dass das Binnenhafenfest zum dritten großen Harburger Volksfest, neben Vogelschießen und Außenmühlenfest avanciert ist. Welcher andere Hamburger Bezirk – außer Mitte als Gastgeber der Hamburg-weiten Feste – kann eigentlich eine solche Feierfertigkeit für sich beanspruchen?

Wer das offizielle Antuten des Hafenfestes am Sonnabend um 11 Uhr nicht abwarten kann, hat schon ab morgen Vormittag, 10 Uhr, die Möglichkeit, mit dem Riesenrad eine Runde in der Senkrechten zu drehen und den Hafen so aus einer Perspektive zu betrachten, wie sie sonst nur den Schlipsträgern und Kostümtanten in den Hochhausbüros vorbehalten ist. Mit 50 Metern Höhe ist das Vertikalkarussell nur zehn Meter kleiner, als die erlaubte Bauhöhe des geplanten Hotels am Veritaskai.

Der Name des Riesenrades ist „Moulin Rouge“, also „Rote Mühle“ doch am Freitag ist hier die Farbe Gelb entscheidend: Chefschausteller Frank Domke bietet den Harburgern eine Wette an: „Wenn am Freitag um 17 Uhr mindestens 192 Harburger im Friesennerz Riesenrad fahren, spende ich 200 Euro an die Elbe-Werkstätten“, sagt der Berliner. Die Kulturwerkstatt als Festgastgeber würde noch einmal 300 Euro auf die Spende drauflegen. Wie Domke auf die Zahl 192 kommt, weiß nur er, und wie viele Harburger noch eine blaugelbe Öljacke zu Hause haben, wo diese doch ungefähr gleichzeitig mit den Schwedenclogs aus der Mode kamen weiß der Herrgott alleine, aber am Freitag wird er es verraten.

Am Lotsekai werben derweil schon Tonnen an Sand aufgeschüttet, Tribühnen bestuhlt und Technik eingerichtet, um zum zweiten Mal das Beachvolleyball-Profi-Turnier „Smart Super Cup“ parallel zum Harburtger Binnanhafenfest statfinden zu lassen.

"Wir fanden das letzte Jahr in Harburg einfach wunderbar", sagt Florian Stanglmeier vom Turnierveranstalter Deutsche Volleyball-GmbH. "Die Kombination mit dem Hafenfest schafft eine einzigartige Atmosphäre. Wir konnten unseren VIP- Bereich sogar auf einem Schiff einrichten. Nur das Wetter hätte gemütlicher sein können.“

Ganz trocken wird es am Wochenende wohl nicht bleiben, aber es sind milde Temperaturen und nur wenig Wind vorausgesagt, so dass sowohl auf dem Festplatz, als auch auf dem Beach-Court eine angenehme Atmosphäre herrschen dürfte.

Die beiden Großattraktionen sind natürlich längst nicht das, was den eigentlichen Charakter des Hafenfestes ausmacht: Seinen Charme bezieht das Fest immer noch aus dem ehrenamtlichen Engagement seiner Macher und dem Handgemachten an vielen Ecken und Enden: Neben dem Musikprogramm von Liedermachertreffen bis Lederrockerband gibt es die Stempelrallye für Kinder von Festattraktion zu Festattraktion, den Bücherflohmarkt in der Kulturwerkstatt und geführte Rundgänge durch den Harburger Binnenhafen.

Das Musikprogramm auf der Hauptbühne beginnt am Freitagabend um 19.30 Uhr. Offizielle Festeröffnung ist am Sonnabend um 11 Uhr mit dem Antuten durch die Schiffe.