Harburg
Neu Wulmstorf

Verwaltungen vernetzen sich

E-Government: 45 norddeutsche Kommunen informieren sich über Praxiserfahrung im Kreis Harburg

Neu Wulmstorf. Moderne und bürgernahe Verwaltungen kommen nicht mehr ohne moderne Webauftritte, Online-Serviceangebote für die Bürger und digitale Arbeitsabläufe in den Behörden aus. Doch was bedeutet das konkret? Insgesamt 45 Landkreise, Städte, Gemeinden und Verbände aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wollten es genauer wissen. Sie informierten sich bei einer Veranstaltung der E-Government-Geschäftsstelle des Landkreises Harburg und der Gemeinden Seevetal und Neu Wulmstorf im Neu Wulmstorfer Rathaus über Best-Practice-Beispiele aus dem Landkreis.

Mitarbeiter der Winsener Kreisverwaltung und der beiden Gemeindeverwaltungen präsentierten den rund 80 Besuchern in 16 Vorträgen ihre neuen Internetportale und digitale Lösungen im Bewerbermanagement, zur Anmeldung für Kinderbetreuungsplätzen, in der Bauleitplanung, für Schadensmeldungen und zur digitalen Bürgerteilhabe über das Ideen- und Beschwerdemanagementsystem „Bürgertipps“.

Neu Wulmstorfs Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig, der die Veranstaltung auch stellvertretend für Landrat Joachim Bordt und Seevetals neue Bürgermeisterin Martina Oertzen eröffnete, hob in seiner Begrüßung hervor, dass solche praxisorientierten Treffen die Möglichkeit böten, voneinander zu lernen: „Daher ist es wichtig, dass wir diese Veranstaltung mit unserem Softwarepartner ,Nolis’ organisiert und durchgeführt haben“, so Rosenzweig weiter. Im Landkreis Harburg nutzen die Kreisverwaltung und die zwölf Städte, Samt- und Einheitsgemeinden ein gemeinsames Content-Management-System und betreiben auf dieser Basis individuelle Internetportale. Durch die Portalgemeinschaft ermöglichen die Kommunen digitale Bürgerteilhabe und erzielen Kosteneinsparungen. Mit dem gemeinsamen Software-Partner konnte der Verbund in den vergangenen Jahren auch neue Softwarelösungen entwickeln. Thorsten Heinze, Bereichsleiter Service beim Landkreis Harburg stellte fest, dass es gelungen sei, „Kosten durch die gemeinsame Herangehensweise zu reduzieren“. Daniela Deichen von der Stabsstelle Verwaltungsmodernisierung der Gemeinde Seevetal ergänzte, dass „die eine oder andere Umsetzung ohne eine interkommunale Zusammenarbeit nicht verfolgt worden wäre“.