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Buchholz

Ministerpräsident Weil will flächendeckend Ganztagsschulen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil unterstützt Thomas Grambow (SPD) bei seinem Landratswahlkampf und kam nach Buchholz-Trelde in den Vessen’s Hoff.

Buchholz. Zur aktuellen Situation im Landkreis Harburg sprach Stephan Weil die demografische Entwicklung an. Gemeinsam mit den Kommunen müsse das Land die Anstrengungen für Bildung und Qualifikation verstärken. Dabei stehe die Förderung der Schulkinder mit im Vordergrund.

Ziel der Landesregierung sei, bis zum Ende dieser Legislaturperiode flächendeckend qualifizierte Ganztagsschulen in Niedersachsen einzuführen. Ein weiterer Schwerpunkt für Niedersachsen bilde die Infrastrukturverbesserung, so der Ministerpräsident. Damit sei nicht allein der Verkehr gemeint, sondern zunehmend auch die Dateninfrastruktur. Die Landesregierung will bis zum Ende der Legislaturperiode ein „Datennetz auf gutem Niveau“ schaffen.

Stephan Weil ermunterte Thomas Grambow, sich dem Thema Anbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs an Hamburg im Falle seiner Wahl als Landrat zu verschreiben. Wie berichtet, haben die Bürger ein hohes Interesse daran, dass die Städte Winsen und Buchholz in den HVV-Großbereich einbezogen werden. Derzeit endet dieser Großbereich jeweils eine Station davor, was zu Parkplatzproblemen in den betroffenen Orten führt. Weil geht es dabei nicht nur darum, das Pendlerproblem in den Griff zu bekommen, sondern auch darum, die Wirtschaft im Landkreis Harburg mit Hilfe einer verbesserten Verkehrsinfrastruktur stärken zu können.

Auch andere Themen, die den Bürgern des Landkreises unter den Nägeln brennen, kamen zur Sprache: das Fracking, die geplanten Logistikflächen, die „Raststätte Elbmarsch“, die auch in kleineren Städten aus dem Boden sprießenden Wettbüros, die Entwicklung des Jade-Weser-Ports, den Stephan Weil mittelfristig als Ergänzung des Hafens Hamburg sieht, die Pflege-Versorgung der älter werdenden Bevölkerung und die Zunahme des Transportverkehrs.

Da am 25. Mai nicht nur der Landrat gewählt wird, sondern auch die Europawahl läuft, wies Weil in seinem Besuch auf siebzig Jahre Frieden, Freiheit und Wohlstand hin. Sie seien in der Geschichte Deutschlands einmalig, und das müsse der Bevölkerung verständlich gemacht werden.