Harburg
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Polizei kontrolliert Ampelsünder im Minutentakt

Harburger Innenstadt: Wer bei Spätgelb nicht vor der Ampel stehen blieb, musste 90 Euro bezahlen und riskiert einen Monat Fahrverbot

Harburg . Mit zahlreichen Beamten, die mit ihren leuchtend gelben Westen von Weitem schon zu sehen waren, kontrollierte die Polizei gestern in Harburg von 8 bis 13 Uhr die Autofahrer, die von der Buxtehuder Straße zur Walter-Dudek-Brücke/Großmoordamm nach links abgebogen waren und bei spätem Gelblicht der Ampel nicht angehalten hatten sondern noch bei Rot über die Kreuzung gefahren waren. Grund: Rotlichtsünder gibt es an dieser Ecke sehr viele, wie einer der Polizisten der Verkehrsstaffel-Süd, sagt. Die Kreuzung sei vergleichsweise gefährlich.

Auf einer Mittelinsel im Kreuzungsbereich saßen zwei Zivilpolizisten in einem Auto, beobachten den Verkehr und meldeten die Rotlichtfahrer per Funk an die Kontrollstelle auf der Walter-Dudek-Brücke. Dort wurden aber auch Autofahrer aus dem Verkehr gefischt, die beispielsweise mit dem Handy am Ohr gefahren waren. Die Polizisten achteten auch auf Fahrzeugmängel und technische Veränderungen.

Wer noch mal eben schnell bei Spätgelb die Ampel passieren möchte, kann schon Pech haben, dass er bereits bei Rotlicht die Haltelinie passiert. Dieser kurze Moment kostet nach neuem Bußgeldkatalog bereits 90 Euro und bringt drei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Ab einer Sekunde Rotlicht wird bereits ein Fahrverbot verhängt, erklärt der Einsatzleiter der Polizei. Eine Rotlichtüberfahrt nach mehr als einer Sekunde kostet zudem bereits 200 Euro und bringt vier Punkte aufs Konto.

Während der Kontrollzeit wurden insgesamt 42 Autofahrer wegen Fahrens bei roter Ampel gestoppt. Ein Autofahrer hatte Drogen konsumiert. Das kostet - sofern es sein erster von der Polizei festgestellter Verstoß gegen die Verkehrsvorschriften war - 500 Euro, bringt vier Punkte und einen Monat Fahrverbot. Ein Autofahrer fuhr mit einem Auto mit rumänischem Kennzeichen. Der Mann hatte allerdings einen festen Wohnsitz in Deutschland und hätte somit sein Auto in Deutschland anmelden müssen. Somit ist er nun ein Fall für die Zollermittler geworden und musste 300 Euro Sicherheitsleistung zahlen. Die Verkehrsstaffel-Süd hatte gestern insgesamt 27 Polizisten im Einsatz. Auf der Cuxhavener Straße, Höhe Kärntener Hütte, gab es Geschwindigkeitsmessungen. 50 km/h sind dort erlaubt, der Schnellste fuhr 81 km/h. 24 Autofahrer wurden gestoppt. Auch hier stand einer unter Drogen.