Harburg
Hittfeld

Oertzen unterstützt Reaktivierung

Seevetals Bürgermeisterin hält Personenverkehr auf der Strecke Buchholz–Maschen für notwendig

Hittfeld. Nur noch die Güterstrecke Buchholz–Maschen–Harburg hat im Landkreis Harburg eine Chance, für den Personenverkehr reaktiviert zu werden. Von den ursprünglich mehr als 70 Bahnstrecken, darunter auch etliche stillgelegte, hat das niedersächsische Verkehrsministerium acht Strecken herausgefiltert, die jetzt tiefergehend geprüft werden. In einem Zwischenschritt waren die Strecken Winsen–Hützel und Tostedt–Zeven bereits ausgeschieden.

Die Seevetaler Bürgermeisterin Martina Oertzen (CDU) hat jetzt in einem Schreiben an Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) betont, dass die Gemeinde die Reaktivierung der Strecke begrüßen würde. In der Gemeinde Seevetal würde vor allem die Ortschaft Ramelsloh profitieren, die an der Strecke liegt und eine Bahnstation einrichten könnte. „In der Reaktivierung der Bahnstrecke für den Schienengebunden Personennahverkehr (SPNV) sehe ich einen wesentlichen und flankierenden Beitrag, den SPNV innerhalb der Metropolregion Hamburg in beiden Richtungen deutlich zu verbessern. Die gute und nachbarschaftliche Zusammenarbeit mit der Freien und Hansestadt Hamburg und der Region Harburg würde einen weiteren Auftrieb erlangen“, schreibt Oertzen. Für das Gutachterverfahren der näher zu untersuchenden Bahnstrecken bietet Martina Oertzen die konkrete Unterstützung der Gemeinde Seevetal an: „Dabei wären insbesondere begleitende Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der wohnungsnahen Streckenverläufe und der neuen Haltepunkte zu erörtern.“

Allerdings ist nach wie vor unklar, welche Kosten auf die Gemeinden zukommen – hier verlangt die Bürgermeisterin Auskunft. Denn die Kommunen entlang der Strecke sollen sich im Fall der Reaktivierung mit 25 Prozent an den Kosten beteiligen. Wie hoch diese Kosten in absoluten Zahlen sind, ist noch unbekannt.

Auch der Fahrgastbeirat im Landkreis Harburg begrüßt, dass mit der Verbindung Buchholz–Maschen noch eine Strecke im Rennen ist, die die stark befahrene Hauptstrecke Hamburg–Bremen entlasten könnte und den Jesteburgern und Ramelslohern zugute käme. Außerdem könnten zusätzliche Haltepunkte die überlasteten Pendlerparkplätze in Buchholz und Klecken entlasten.

Das Land führt bis Jahresende eine Kosten-Nutzen-Analyse durch. Anhand der Ergebnisse wird dann endgültig festgelegt, auf welchen Güterbahnstrecken künftig wieder Personenzüge fahren sollen.