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Winsen

Kreisstadt investiert 210.000 Euro

Stadtmarketing steht zu neuem Pächter der Stadthalle trotz Ausfalles von Theatervorstellung

Winsen. Die Stadt Winsen investiert in ihre Stadthalle. „Allein 2014 sind für die Sanitäranlagen 150.000 Euro sowie für das Außengelände 60.000 Euro im Haushalt festgeschrieben“, sagte Matthias Wiegleb, der Stabsstellenleiter der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings in der Kreisstadt.

Mit dem Geld soll das Gebäude, das in den 80er Jahren gebaut wurde, für die Zukunft fit gehalten werden. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind bereits 130.000 Euro in das Gebäude etwa zur Sanierung der Kegelbahn, der Elektronik und der Kassenanlage geflossen. „Damit wird die Halle mindestens in den kommenden fünf Jahren zentraler Anlaufpunkt für Veranstaltungen bleiben“, so Wiegleb.

Für fünf Jahre läuft auch der Vertrag mit dem Pächter Joannis Kourkoutidis, der die Halle zum 1. Januar übernommen hat. „Wir haben volles Vertrauen zu ihn“, sagte Simone Wempe, die ebenfalls für das Stadtmarketing arbeitet. Das gilt auch, nachdem der Auftritt der Bielefelder Kammerpuppenspiele ausfallen musste, weil die Theatermitarbeiter vor verschlossenen Türen standen. Denn schließlich, so heißt es beim Stadtmarketing, werde das Essen in der Stadthalle von den Gästen gelobt und es herrsche eine gute Atmosphäre in den Gasträumen.

Der Grieche Joannis Kourkoutidis hatte sich zuvor gegen drei andere Wettbewerber durchgesetzt, die alle ebenfalls aus dem Ausland kamen. Nach den fünf Jahren hat er eine Option auf Verlängerung seines Vertrages.

Der neue Pächter will nun allein in diesem Jahr 40.000 Euro in seine Räume investieren. Geplant ist, die Terrasse noch besser auszugestalten, dort ein Dach für Raucher aufzustellen sowie einen Biergarten einzurichten. „Dort wird es dann selbstgebackenen Kuchen und Kaffee geben“, sagte Kourkoutidis dem Abendblatt. In seine Zuständigkeit fallen sämtliche, insgesamt 2500 Quadratmeter großen Räume. Zu ihnen zählen der Veranstaltungssaal für 1000 Gäste, das Restaurant und die Kegelbahn. Der Grieche nutzt auch die 100 Quadratmeter große Pächter-Wohnung.

Bei der Vermarktung der Halle ist der neue Chef zwar sein eigener Herr. Er muss aber die derzeit von der Stadt als förderungswürdig anerkannten 24 Veranstaltungen wie Konzerte oder Theater in den Räumen unterbringen. Bei diesen Aufführungen übernimmt die Stadt die Miete, die für den großen Saal bei 1600 Euro für einen Abend liegt.

„Jetzt wird es darauf ankommen, dass er sein eigenes Konzept für die Aktivitäten in der Halle entwickelt“, sagt Wempe. Als Ansprechpartner und Berater kann er weiter auf das Stadt-Marketing zurückgreifen. Denn Eigentümer der Halle ist die Stadt.