Harburg
Buchholz

„Queenz of Piano“ in der Empore

Die beiden Frauen vereinen zeitgemäße Comedy mit klassischer Klaviermusik in ihrem Programm

Buchholz. Sie sind jung, hübsch, hervorragende Pianistinnen – und sie sind urkomisch. Und manchmal wenig damenhaft. Anne Folger und Jennifer Rüth sind „Queenz of Piano“. Das Reich, das die Königinnen regieren, vereint klassische Klaviermusik – vierhändig – und zeitgemäße Comedy. Am Sonntag, 2. Februar, sind sie in der Buchholzer Empore mit ihrem Programm „Tasta-Tour“ zu erleben.

Ein bisschen irreführend, der Titel, denn zum Programm bei den „Queenz“ gehört, dass das Klavier als ganzheitliches Instrument betrachtet wird. Da werden die Saiten des Flügels schon mal mit dem Gitarrenplektrum gezupft, „oder wir erreichen einen schönen Effekt für den ,Sirtaki’ mit dem Milchaufschäumer“, sagt Jennifer Rüth. „Und bei dem Stück ,Tico-Tico’ ahmen wir das Grundrauschen einer alten Schallplatte nach, indem wir Kämme auf die Saiten legen.“ Doch die skurrilen Hilfsmittel müssen gar nicht immer dabei sein: Mal streiten sich die beiden, wer auf der Klavierbank „vorne“ sitzen darf, mal wird ein bekanntes Stück, das in Moll geschrieben ist, in Dur gespielt – was beim Publikum stets für Überraschung sorgt.

Das Repertoire umfasst klassische Klavierwerke – aktuell zum Beispiel die Scaramouche-Suite von Milhaud – ebenso wie Pop- und Filmmusik. „Wir spielen einfach, worauf wir Bock haben“, sagt Anne Folger. Fürs neue Programm zum Beispiel „Mission impossible“. Meistens ist erst die Idee für ein Stück da, dann überlegen die beiden Musikerinnen sich, was sie daraus machen. Auch ihre Texte schreiben sie selbst. „Es soll sich ein roter Faden durchs Programm ziehen. Wir überlegen, welche Stücke dazu passen könnten, was auch viel Recherchearbeit mit sich bringt“, erklären sie. Recherche auch über die Auftrittsorte: „Meist spielen wir mit Klischees, schauen, welche lokalen Rivalitäten es gibt“, sagen sie. Was die Buchholzer erwartet, wird natürlich nicht verraten. „In unserem neuen Programm wollen wir die jeweiligen Bürgermeister der Spielorte auch mit einbinden“, erklären die Musikerinnen. Hinzu kommen Gesang und Sketche und Gags, in der die aus Weimar stammende Anne Folger auch mal ihrer thüringischen Muttersprache freien Lauf lassen darf.

Kennengelernt haben sich die Künstlerinnen 2009 über eine Kleinanzeige. „Suche Pianistin. Konzerte vorhanden“, hatte Jennifer Rüth inseriert. Von vornherein war klar, dass sie zu zweit Neues ausprobieren wollten.

Empore Buchholz, Sonntag, 2. Februar, 20 Uhr, Karten zu 20,80 und 24,10 Euro unter Telefon 04181/287878 und www.empore-buchholz.de sowie an den Vorverkaufsstellen der Region.