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Stintfunk lässt Tradition aufleben

Jazz-Bigband gastiert im Winsener Marstall. Vor 24 Jahren stieg dort die erste Hansa-Jazz-Nacht

Winsen. Hamburgs bekannteste Jugendherberge Stintfang hat die Bigband Stintfunk zu ihrem Namen inspiriert. In den Räumlichkeiten hoch über den Landungsbrücken hielten die vielen Hobby- und einigen Profi-Musiker viele Jahre ihre Probenabende ab. Seit mehr als drei Jahrzehnten hat sich die Bigband Stintfunk schon der zeitgenössischen Jazzmusik verschrieben – und damit länger als jede andere Bigband in Hamburg. Und doch ist der Auftritt am Sonnabend, 18. Januar, im Marstall zu Winsen etwas besonders.

Denn mit dem Gastspiel der fünf Trompeten, vier Posaunen, fünf Saxophone und der Rhythmusgruppe, bestehend aus Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug, gratulieren die Hamburger nicht nur dem Hansa-Sport-Verein (HSV) Stöckte zu dessen 100-jährigem Bestehen in diesem Jahr, sondern lassen auch eine Tradition wieder aufleben, die fast ebenso alt ist wie die Band. „Den ersten Jazzabend haben wir am 27. Januar 1990 veranstaltet. Der Marstall war ausverkauft", erinnert sich Erwin Petersen an die Anfänge vor 24 Jahren. Der Organisator des legendären Hansa-Jazz ließ 22 weitere Konzerte folgen, bevor die Reihe 2008 ihr vorläufiges Ende fand.

„Wir nehmen das Vereinsjubiläum zum Anlass eines Revivals. Anknüpfend an die damalige Zeit geben wir dem Wirtshaus im Marstall wieder das Image eines Jazz-Clubs, einschließlich Bewirtung", ist Petersen die Vorfreude anzumerken. Die ersten Töne erklingen am 18. Januar um 20.30 Uhr, Einlass ist eine Stunde früher.

Das Repertoire der Bigband Stintfunk, die einmal pro Monat im Hamburger Cotton-Club auftritt, bietet einen Querschnitt durch die zeitgenössische Bigband-Musik. Das Programm besteht vor allem aus Arrangements von Don Menza, Thad Jones, Bill Holman und immer wieder aus Titeln, die Arrangeure für die Count-Basie-Bigband geschrieben haben – das ganze durchsetzt mit einem kräftigen Schuss der Arrangements von Peter Herbolzheimer.

Weil im Marstall am Winsener Schlossplatz nur 200 Plätze zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, den Vorverkauf zu nutzen. Eintrittskarten gibt es für 15 Euro in der Tourist-Information im Marstall, bei Juwelier Maack, Rathausstraße 21-23, oder unter Telefon 0160/92879030.