Harburg
Harburg

Niederländischer Videokünstler visualisiert das „Nicht-Sichtbare“

Nach knapp drei Jahren als künstlerisch Verantwortliche am Kunstverein Harburger Bahnhof geben Isabelle Busch und Franziska Solte die Leitung ab.

Harburg. Ab diesem Monat ist Anna Sabrina Schmid die neue Kuratorin. Sie war zuletzt am Westfälischen Kunstverein in Münster tätig. Leser der Hamburger Stadtzeitschrift „Szene“ kennen Anna Sabrina Schmid noch als Autorin des Kunst-Ressorts.

Zum Abschied haben Isabelle Busch und Franziska Solte noch den niederländischen Videokünstler und Fotografen Melvin Moti in den früheren Erste-Klasse-Wartesaal des Harburger Bahnhofs geholt. Die Ausstellung mit dem Titel „Hyperspace“ präsentiert Motis neuen 35-Millimeter-Film „The Eightfold Dot“. In seinem 24 Minuten langen Stummfilm visualisiert der Künstler eine mehrdimensionale Räumlichkeit. Der Film kreist um fluoreszierende Kristalle und ihre sich unendlich wiederholenden, geometrischen Figuren.

Der Künstler Melvin Moti ist nach eigenen Aussagen ständig auf der Jagd nach Beweisen für irgendwas. In seinen Filmarbeiten beschäftigt er sich sich vor allem mit dem Phänomen des „Nicht-Sichtbaren“. Sein Film „No Show“ aus dem Jahr 2004 zeigt den im Zweiten Weltkrieg geräumten, leeren Saal in der Petersburger Eremitage, der nur durch Licht- und Schattenspiele Bewegung erfährt und in dem ein Museumsmitarbeiter aus dem Off Soldaten die fehlenden Bilder detailliert schildert.

Zu ihrer Abschiedsparty im Anschluss an die Ausstellungseröffnung am 11. Januar haben sich Isabelle Busch und Franziska Solte den Musiker Felix Kubin eingeladen. Das Markenzeichen des Hamburgers ist eine eigenwillige, aber tanzbare House-Musik.

Melvin Moti: „Hyperspace", Kunstverein Harburger Bahnhof, 12. Januar bis 23. März, Vernissage: Sonnabend, 11. Januar, 19 Uhr, ab 22.30 Uhr Farewellparty mit Felix Kubin