Winsen

Brummifahrer wünschen sich mehr Rücksicht im Verkehr

Auszubildende der Berufsbildenden Schulen (BBS) Winsen und Studierende der Ostfalia vom Campus Suderburg wollten wissen, wie zufrieden Berufskraftfahrer heute in ihrem Job sind.

Harburg/Winsen. Unterstützt von der SüderelbeAG in Harburg, befragten die Schüler und Studierenden Kraftfahrer der Speditionen Johs. Martens, Hiller und Kobernuss.

Jetzt liegen die Ergebnisse vor und wurden in der BBS Winsen vorgestellt. Knapp 200 Fragebögen konnten ausgewertet werden. Der überwiegende Teil der Berufskraftfahrer wünscht sich, das zeigt die Umfrage, mehr Wertschätzung für ihre Arbeit. Zum einen komme bei vielen Befragten zu wenig Lob von den Arbeitgebern, zum anderen aber fehlt es aus Sicht der Brummifahrer an Respekt und Anerkennung für ihre Arbeit im Straßenverkehr. Viele Fahrer wünschen sich auch mehr Verständnis von Autofahrern.

„Durch die Befragung haben wir konkrete Hinweise bekommen, wie wir besser auf unsere Mitarbeiter eingehen können“, sagt Susanne Martens-Ulrich von der Spedition Johs. Martens. Dies beziehe sich auch auf die Aussagen der Berufskraftfahrer zu Planungen von Schulungszeiträumen und Schichten.

Außer belastbare Informationen zum Berufsbild der Kraftfahrer zu bekommen, stand im Hintergrund dieser Gemeinschaftsarbeit von Studierenden und Auszubildenden der Wunsch der SüderelbeAG, die Ausbildungsbetriebe der Region im Fach Logistik besser zu vernetzen und einzubinden. „Hochschule, Berufsschule und Unternehmen können so über Praxisprojekte verknüpft werden“, sagte Dr. Oliver Brandt, Projektmanager bei der SüderelbeAG. Zudem sollen solche Studien zur Aufwertung des Berufsbildes eines ehedem durchaus geachteten Berufsstandes dienen.