Harburg

Harburg hilft den Philippinen

Pistengänger können sich am kommenden Wochenende an einer großen Spendenaktion beteiligen

Harburg. Am kommenden Wochenende lohnt sich ein Kneipenbummel in Harburg gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen bietet die Harburger Gastro- und Kneipenszene inzwischen eine echte Alternative zur Innenstadt. Zum anderen aber können sich in Harburg die Pistengänger an diesem Wochenende an einer großen Spendenaktion für die Taifun-Opfer auf den Philippinen beteiligen.

Unter dem Motto „Harburg hilft den Philippinen“ haben sich mehrere Gastronomen zusammen getan und beteiligen sich an der Spendenaktion von Freitag, 20. Dezember, bis Sonntag, 22. Dezember. Im Bolero beispielsweise kostet an diesem Wochenende jeder Jumbo-Cocktail einen Euro mehr als auf der Karte. Bolero-Geschäftsführer Oliver Klühn legt für jeden verkauften Jumbo-Cocktail noch einen Euro aus der eigenen Tasche drauf.

„Als Oliver Klühn mit seiner Idee zu dieser Harburger Aktion zu mir kam, war ich sofort bereit mitzumachen, und als Schirmherrn konnten wir Harald Krüger vom Deutschen Roten Kreuz in Harburg gewinnen“, sagt Niels Kreller, Geschäftsführer des Online-Magazins „besser-im-blick“. Kreller arbeitet derzeit daran, so viele Mitstreiter ins Boot zu holen, wie möglich. „Es kann jeder mitmachen. Wir freuen uns auch darüber, wenn jemand einfach in seinem Laden eine Spendendose aufstellt“, sagt Niels Kreller. Viel Zeit bleibt Kreller nicht. Das bringe, so der Journalist, eine spontane Aktion eben mit sich.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Kreisverband Harburg unterstützt das Aktionswochenende und sorgt dafür, dass die Spenden an Ort und Stelle ankommen. „Man muss einfach wissen, dass auf den Philippinen derzeit rund acht Millionen Menschen obdachlos sind. Das Land hatte gerade in ländlichen Gebieten schon vor dem Wirbelsturm im November keine Infrastruktur. Das macht es für viele Hilfsorganisationen schwierig, ihre Arbeit zu tun. Das rote Kreuz kann bei seinen Aktionen in dem Krisengebiet auf bestehende Strukturen der DRK Stellen vor Ort zurück greifen. Das ist unser Vorteil“, sagt Harburgs DRK-Geschäftsführer Harald Krüger.

Das DRK ist bei seiner Krisenhilfe vor allem auf die Aufbereitung von Trinkwasser in den Taifun-Gebieten spezialisiert. Je höher die Seuchengefahr, um so wichtiger ist es, dass die Menschen sauberes Trinkwasser bekommen. Außerdem liefert das DRK Koch- und Hygiene-Sets für die Menschen in den vom Taifun völlig zerstörten Regionen. Insgesamt rechnen die Hilfsorganisationen mit 14 bis 15 Millionen Opfern dieses Taifuns.

Für diese Menschen ist die Solidarität der Europäer in der Tat eine Frage des Überlebens. Die meisten Opfer in den Slums zu beklagen. Selbst wenn die Menschen noch Nahrungsmittel bekommen, haben sie häufig keine Möglichkeit, die Speisen zuzubereiten. Das DRK-Kochset enthält deshalb unter anderem Töpfe und Besteck. Ebenso wichtig ist, dass die Obdachlosen bekommen, was für die Körperhygiene unverzichtbar ist.

Auch McDonald’s in Harburg, das Marktkauf Center und der Wildpark Schwarze Berge beteiligen sich an dem Aktionswochenende „Harburg hilft den Philippinen". Jeder Kunde, der an diesem Wochenende in dem McDonald’s Restaurants in Heimfeld oder in Neugraben ein McMenue isst, spendet automatisch 50 Cent für die Philippinen. Wer an diesem Wochenende im Marktkauf Center einkauft, findet überall die DRK-Spendendosen. Im Eingangsbereich des Wildparks Schwarze Berge wird am Wochenende eine Spendenbox aufgestellt. Von jedem gekauften Tagesticket für den Wildpark gehen automatisch 50 Cent auf das Spendenkonto.

Auch das Helms Museum will sich an dem Aktionswochenende beteiligen. Und Katrin Schulz von „Die Druckerin" an der Winsener Straße übernimmt den Druck von Plakaten und Flyern für diese spontane Aktion. weitere Harburger Geschäftsleute und Gastronomen aus dem Landkreis Harburg, wie zum Beispiel die Inhaber der Hittfelder Mühle haben bereits eine Spende angekündigt. Die Organisatoren freuen sich auf die Hilfsbereitschaft weiterer Harburger, die sich an dem Spendenwochenende beteiligen wollen. Mehr Informationen über die Aktion gibt es im Internet unter den Adressen www.besser-im-blick.de und www.drk-hh-harburg.de. Niels Kreller will auf seinem Online-Magazin auch ein Spendenbarometer einrichten, „damit die Leute sehen, dass sich was tut, und dass man mit solchen Aktionen eine Menge bewegen und Menschen direkt helfen kann“, sagt er.