Neugraben

Das Elbmosaik soll Bewohnern Raum zum Atmen lassen

Als „NF 65“, „Neugrabener Wiesen“ und letztlich als „Elbmosaik“ beschäftigt das geplante Siedlungsgebiet nördlich des Neugrabener S-Bahnhofs seit vielen Jahren die Bewohner des Süderelberaums und mit ihnen die Bezirkspolitik und die Verwaltung.

Neugraben. In vier Bauabschnitten sollen gut 1500 Wohneinheiten für etwa 6000 Menschen im Laufe der kommenden zehn Jahre geschaffen werden.

Im ersten Bauabschnitt sind jetzt 130 von insgesamt 600 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern fertiggestellt und bewohnt. Weil die Projektentwicklung und die Vermarktung des neuen Siedlungsgebiet zuvor schleppend verlief hatte der Senat im April die Hamburger IBA GmbH mit dem Management beauftragt und vergangene Woche dafür auch vertraglich die Weichen gestellt. Die zuvor mit der Internationalen Bauausstellung befasste IBA GmbH hatte jetzt zum „Projektdialog Elbmosaik“ ins Bildungs- und Gemeinschaftszentrum (BGZ) eingeladen. Gut 100 Bewohner aus dem Siedlungsgebiet und dem Süderelberaum sowie Bauinvestoren nahmen teil, um sich über die weitere Entwicklung zu informieren. Auch Jens Trautmann von der neugegründeten Einwohnerinitiative „Wir im Elbmosaik“ stellte sich vor. „Wir wünschen uns eine Bebauung, die uns Bewohnern noch Platz zum Atmen lässt. Für unsere vielen Familien mit Kindern wünschen wir eine gefahrlose und verkehrsfreie Anbindung an Zentrum Neugraben.“ Trautmann weist auf verschmutzte Gräben und Wegränder hin. Und die Fußgängertreppe beim P+R-Haus sowie die Fußgängerbrücke zum S-Bahnhof und Neugrabener Zentrum müssen ebenfalls gereinigt werden.

IBA-Sprecher Rainer Müller weist für den Bereich P+R-Haus/Treppe und Brücke auf den geplanten Neubau „Neugrabener Torbauten" hin. Zwei achtgeschossige Häuser mit 117 Seniorenwohnungen sollen entstehen und zwischen den Turmbauten ein großzügiger Zugang zur Brücke. In Vorbereitung ist derzeit die Planung des zweiten Bauabschnitts, der nördlich ans Elbmosaik angrenzt. Für künftige Bauabschnitte sollen neue Namen gefunden werden. Für den zweiten Abschnitt folgt am 5. und 6. sowie 12. und 13. April eine Architekturbörse im BGZ.