Hittfeld

Improvisation zum Saisonfinale

Kleinkunstbühne ric wird zehn Jahre alt und bietet im Jubiläumsjahr 2014 ein Programm mit Witz und Klassik

Hittfeld. Dass der kommende Freitag wieder mal auf den 13. fällt, sollte niemanden davon abhalten, um 20 Uhr das Saisonfinale auf der Seevetaler Kleinkunstbühne ric zu besuchen. Auch wenn es dort an diesem Abend völlig unvorhersehbar zugehen wird. Denn angesagt hat sich die Theatercompany hidden shakespeare mit ihrer weihnachtlichen Impro-Show.

„Es ist eine Sternstunde der Improvisation. Die Zuschauer geben Stichworte und die Schauspieler von hidden shakespeare zaubern daraus Stories“, erklärt Gundi Hauptmüller, Geschäftsführerin der veranstaltenden Stahlberg-Stiftung, das Konzept. So setzen die Akteure die zugerufenen Begriffe prompt in Szene, gern auch mal als lustiges Lied, herzzerreißend tragischen Monolog oder besinnliches Gedicht.

Im kommenden Jahr feiert die ric-Bühne im Rail Information Center ihr zehnjähriges Bestehen. Sie hat sich in dieser Zeit vom Geheimtipp zur kulturellen Institution in Hamburgs Süden gemausert. Das beweist allein schon ein Blick auf die prominent besetzte Gästeliste. Weit mehr als 100 Künstler gaben sich in der zurückliegenden Dekade auf dem Podium im Gewerbegebiet an der Werkstraße die Ehre. Aufgetreten sind hier unter anderen der unvergessene Otto Sander, Starautor Harry Rowohlt und Puschelmikrofon-Kabarettist Alfons. Aber auch das attraktive Damen-Quartett Salut Salon, laut „Die Welt“ einer der „erfolgreichsten deutschen Kultur-Exporte“, und natürlich immer wieder das A-cappella-Quartett LaLeLu.

Mit den genannten Protagonisten ist die Bandbreite des ric-Programms schon gut beschrieben. Sie reicht von Kabarett und Comedy über Musical und Theater bis zu klassischer Musik und A-cappella-Gesang. Genau diese Vielfalt soll auch im Jubiläumsjahr das Publikum anlocken.

Den Auftakt bestreitet am Freitag, 10. Januar, das Quintett High Five. Die fünf Jungs gelten als die Jungen Wilden der A-cappella-Szene. Dank mitreißenden Vocal-Pops und perfekt durchgestylter Choreographien hat sich die 2006 als Schulband gegründete Formation rasch einen Namen gemacht. Im Mai erscheint ihr neues Album, aus dem High Five einige frisch eingesungene Songs im ric vorstellen will.

Am 21. Februar folgt Literatur-Experte Hellmuth Karasek. Der wird dann nicht nur seine Lieblingswitze erzählen, sondern auch eine Einführung in die „Theorie des Witzes“ geben. Klingt erst einmal trocken, ist es aber nicht. „Das wird garantiert ein geistreicher Abend, an dem kein Auge trocken bleibt“, verspricht Gundi Hauptmüller. Überdies werde es die Gelegenheit geben, sich vom großen Meister Bücher signieren zu lassen.

Klassisch schön wird es am 20. Juni mit Magdalena Müllerperth. Die 21-Jährige gilt als Ausnahmetalent unter Deutschlands Pianistinnen und gab bereits 2009 ihr Solo-Debüt. Ihr Repertoire reicht von Bach über Ravel bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Das persönliche Highlight des ric-Programms 2014 von Dr. Constantin Stahlberg, dem Gründer und im Vorstand der Stahlberg Stiftung, ist der Auftritt von Carolin Fortenbacher am 26. September. Die unter anderem als Hauptdarstellerin in „Mamma Mia“ und aus anderen Musicals bekannt gewordene Sängerin wird an diesem „unplugged“-Abend von ihrem Ehemann Sascha Rotermund an der Gitarre begleitet.

„Carolin singt stilsicher über fünf Oktaven Songs von Mike Oldfield, Tom Waits und Verdi, das ist Gesang auf höchstem Niveau“, schwärmt Stahlberg. Die Wandelbarkeit der „La Fortenbacher“ sei außergewöhnlich, sie gebe das nette Mädchen von nebenan ebenso überzeugend wie die Rampensau oder die Diva, letztere gern auch als Karikatur.

Am 17. Oktober gehört die ric-Bühne einer der ersten Stipendiaten der Stahlberg Stiftung. Ana-Josefina Nickelé gestaltet dann das Jubiläumskonzert mit ihrer Band Tango Sueño. „Die Musiker und ihre Frontfrau verknüpfen die Liebe zum Tango mit der Musik von heute. Sie verwandeln Popsongs von Lady Gaga und Coldplay in eigene emotionale Arrangements, erwecken aber auch traditionelle Stücke von Astor Piazolla zu neuem Leben“, sagt Gundi Hauptmüller. Das werde ein leidenschaftlicher Abend, an dem auch getanzt werden dürfe.

Das ric-Programm 2014 findet sich im Internet unter www.ric-hittfeld.de. Das übertragbare Jahresabo mit festem Sitzplatz für alle zehn Veranstaltungen zum Preis von 180 Euro kann ab sofort unter Telefon 04105/612 50 oder per E-Mail an service@meyers-hotel.de geordert werden. Im Vorverkauf kosten die Einzeltickets 23 oder 28 Euro, an der Abendkasse 25 oder 30 Euro.