Estebrügge

Der Putz bröckelt, und die Musiker aus Bergneustadt wollen helfen

Es ist eine der Geschichten, die in der Weihnachtszeit die Herzen und Gemüter der Menschen erwärmen.

Estebrügge. Am Freitag, 6. Dezember, gibt der Musikzug der Feuerwehr Bergneustadt aus Nordrhein-Westfalen um 20 Uhr eine große Benefizgala, um mit dem Erlös zur Renovierung der Estebrügger Kirche beizutragen.

Überall im ehrwürdigen Gotteshaus, das in Teilen im Jahr 1701 und noch früher erbaut wurde, bröckelt der Putz von den Wänden. Ob am Kruzifix oder den Fensternischen, ob zwischen Ortgelempore und Eingangsportal, Kanzel und Taufbecken, die Schäden in dieser wunderschön gestalteten Kirche sind unübersehbar – für Gäste wie auch Einheimische. Auch dem Leiter des Feuerwehr-Musikkorps aus Bergneustadt, Heinz Rehring, fielen die Schadstellen sofort auf und er bot Hilfe mit seinen Musikern an.

„Karten gibt es im Vorverkauf bei den Filialen der Sparkasse Stade-Altes Land in Estebrügge, Leeswig und Neuenfelde–Seehof, sowie in der Fordwerkstatt Bröhan in Estebrügge und dem Schuhhaus Tamcke in Cranz“, sagt Mitorganisator Peter Sumfleth aus Hove.

Es war zum diesjährigen Schützenfest in Estebrügge, als die Bergneustädter die musikalische Begleitung erstmals übernommen haben und wahre Begeisterungsstürme auslösten. Die Freundschaft zu der Freiwilligen Feuerwehr Bergneustadt besteht schon seit 1958. Damals richtete Cranz den 10. Hamburger Feuerwehrtag aus und der begründete die Freundschaft zur Feuerwehr Bergneustadt.

Heinz Rehring übernahm nach seiner Pensionierung die Leitung des Musikzuges und der Big Band der Musikschule. Beide Bands haben unter seiner Leitung bereits über 40.000 Euro für wohltätige Zwecke eingespielt. Als Heinz Rehring die altehrwürdige Kirche in Estebrügge besichtigte und den bröckelnden Putz sah, beschloss er spontan, mit seiner Big Band ein Benefizkonzert zugunsten der St.-Martini-Kirche zu geben. Der Reinerlös geht an die Kirche in Estebrügge und soll dazu beitragen, die Kirchenwände zu sanieren, so Sumfleth. Estebrügges Pastorin Martina Janßen: „Dass ein Besucher so aufmerksam ist und eine so tolle Idee in die Tat umsetzt, darüber sind wir sehr glücklich.“