So baut Gospel Train Brücken

Rechtzeitig zum Jahreskonzert kommt an diesem Freitag die dritte CD „Unser Weg“ auf den Markt

Harburg. Einen besseren Ort für das Coverfoto ihrer neuen CD „Unser Weg“ hätten die Sänger von Gospel Train kaum wählen können. Nicht nur, dass die 1899 fertiggestellte Alte Harburger Elbbrücke rein optisch überaus reizvoll ist. Das Viadukt steht geradezu symbolhaft für das, was den Mitgliedern des 1999 gegründeten Chors der Goethe-Schule-Harburg neben der Freude am gemeinsamen Gesang vor allem am Herzen liegt: Brücken zu bauen.

„Gospel Train gilt auch als gelungenes Beispiel gelebter Integration“, sagt Chorleiter Peter Schuldt. Das Ensemble sei ein Stück Heimat für die rund 100 Sängerinnen und Sänger der Klassen sieben bis 13 und für viele Ehemalige aus insgesamt 15 Nationen. Die kulturelle Vielfalt sieht man nicht nur, man kann sie auch hören. „Der Chor ist so gut, weil er so verschiedene Typen hat und aus vielen Einflüssen gespeist wird“, sagt Ladji Keita, 17, dessen Vater Ivorer, die Mutter Deutsche ist.

Von dieser besonderen Qualität ist auch die dritte CD von Gospel Train geprägt. Unterstützt von sechs exzellenten Studiomusikern – darunter Pianist Stephan Sieveking, der auch schon erfolgreiche Musicalproduktionen wie „Tarzan“ begleitete – und den beiden professionellen Geigerinnen Johanna Franz und Katja Seidel wurden 16 Titel eingespielt, die einen repräsentativen Querschnitt des breit aufgestellten Repertoires bieten.

International bekannte Popballaden wie „Rolling In The Deep" von Adele Adkins und „The World’s Greatest" von R. Kelly finden sich auf dem Silberling ebenso wie „Pride (In the name of love)“, von U2, „Stir it up“ von Reggae-Legende Bob Marley, ein Michael-Jackson-Medley und das ghanaische Volkslied „Ye bema yen nsa so“.

So gesehen macht der Freudensprung von Gospel-Train-Sänger Andreas Laurenz auf dem CD-Cover zu Recht neugierig auf Chorgesang der Extraklasse. „Wir haben sehr viel Zeit und Mühe in dieses Projekt investiert. Ich glaube, das hört und spürt man auch“, so Peter Schuldt, der gemeinsam mit Chris Buseck für die Arrangements der Titel verantwortlich zeichnete.

Als großer Fan von Gospel Train outete sich einmal mehr Arne Weber, Chef der Baufirma HC Hagemann. Der engagierte Unternehmer aus dem Harburger Binnenhafen übernahm nicht nur sämtliche Kosten für die Erstellung des CD-Booklets. Er sorgte mit Flyern und Plakaten auch dafür, „Unser Weg“ zu promoten. Und er schenkte jedem einzelnen Sänger ein Exemplar.

Rechtzeitig zum restlos ausverkauften Jahresabschlusskonzert von Gospel Train am Freitag, 22. November, um 19 Uhr in der Heimfelder Ebert-Halle ist die CD zum Preis von 14 Euro nun auch im Handel erhältlich, unter anderem im Phoenix-Center und natürlich in der Goethe-Schule.