Kommentar

Die IG Este setzt auf Konsens

Die Bilder der Jahrhundertfluten zeigen Wirkung: Inzwischen ist klar, dass Jahrhundertfluten alle zehn Jahre oder noch öfter kommen können.

Nichts lässt sich unter den Einwirkungen von Klimawandel und Elbvertiefung mehr absolut sicher vorausberechnen. Die Regierungen erlassen deshalb neue Gesetze und die Kommunen stehen vor neuen Problemen.

Ob die Wahrscheinlichkeiten eines Zusammentreffens von Starkregenfluten, die im Sommer drohen oder Sturmfluten von der Elbe, die wir bislang nur im Winterhalbjahr erlebt haben, jemals eintreten werden, weiß niemand. Dennoch ist zu sehen, dass am Unterlauf der Este das Wasser bedrohlich steigen wird, wenn ein Extremfall eintritt. Schon jetzt sind die Pegelstände regelmäßig deutlich erhöht und reichen bis an die Häuser.

Dass Buxtehude in seiner Innenstadt Schutzbauwerke plant, ist absolut sinnvoll und legitim. Doch gleiches Recht gilt für alle. Das Alte Land als Polder kann keine Lösung sein. Ob es ein Staudamm im Estetal, oberhalb von Buxtehude und der B73 wäre, müssen Experten schleunigst berechnen. Es ist wenig hilfreich, Hochwasser-Projekte mit Bürgerbegehren zu verzögern.

Vorbildlich vorbereitet, mit Zahlen und Berechnungen, mit Lösungsansätzen, die möglichst allen gerecht werden, hat die IG Este ein klares Zeichen bei der Infoveranstaltung gesetzt. Keine Demokratiepolemik, keine Klagedrohung sondern konsequent auf Konsens mit allen Beteiligten von der Quelle bis zur Mündung orientiert.