Buchholz

Politiker verschieben Votum zur Friedhofskapelle in Seppensen

Soll die Stadt Buchholz 191.200 Euro für ein neues Umfeld der Friedhofskapelle in Seppensen ausgeben?

Buchholz. Bei so einer hohen Summe taten sich die Mitglieder des Stadtplanungsausschusses am Mittwochabend schwer, eine Entscheidung zu treffen. Aktuell fehlen der Stadt insgesamt drei Millionen Euro für notwendige Investitionen im Jahr 2014, da wird jede Ausgabe auf die Waagschale gelegt. Ein Ja oder Nein zur Kapelle soll es deshalb entweder im Verwaltungsausschuss am 21. November oder im Finanzausschuss am 29. November geben.

Wie berichtet, hatte der Ortsrat Holm-Seppensen bereits vor anderthalb Jahren verdeutlicht, wie dringend die Erneuerung der Kapelle ist. Für große Trauergemeinden sei der Raum im Inneren viel zu klein, die Gäste müssten draußen stehen bleiben. Das wiederum sei zum einen bei Hitze problematisch, da es keine Schatten spendenden Bäume gibt, zum anderen fehlen Sitzplätze.

Das Planungsbüro arbos zeigte daraufhin Möglichkeiten auf, wie man Abhilfe schaffen kann – etwa durch eine Pergola, die bei starker Sonneneinstrahlung Schutz bietet. Das Büro entwarf außerdem Pläne für einen Garten der Sternenkinder für Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind, für einen Friedhain und für eine Erneuerung der Außenanlagen. Insgesamt würde eine Realisierung allerdings rund 438.000 Euro kosten. Da Ausgaben in dieser Höhe angesichts der Haushaltslage nicht in Frage kommen, wollte die Politik zunächst das Kapellenumfeld in Angriff nehmen. Sofern es dafür grünes Licht gibt.