Tötensen-Westerhof

Methankonzentration in „Dunkenkuhle“ ist gesunken

Landkreis sieht keine Gefahr mehr auf Westerhofer Altdeponie

Tötensen-Westerhof. Die „Dunkenkuhle“ in Tötensen galt lange als die gefährlichste Altlast, die je im Landkreis Harburg entdeckt worden war. Vor mehr als 50 Jahren kippten Betriebe Gewerbemüll auf das Gelände, auf dem sich heute der örtliche Fußballplatz des TS Westerhof und die Tennisplätze des TC Rosengarten befinden. 2007 begannen Experten der Umweltanalytik RUK schließlich mit der Sanierung. Mittlerweile sind alle erforderlichen Arbeiten abgeschlossen. Mit dem endgültigen Ergebnis beschäftigten sich nun die Mitglieder des Ortsrates.

Als „erfolgreiche Gefahrenabwehr" bezeichnet der Landkreis Harburg die Maßnahmen, die Experten in den vergangenen sechs Jahren auf dem Gelände durchgeführt hatten. Sie leiteten Außenluft ins Erdreich und beschleunigten so den Rotteprozess. Die Bildung des gefährlichen Methangases konnte damit nach Aussage von RUK-Geschäftsführer Wolfgang Schreier deutlich reduziert werden. „Mittlerweile sind nur noch etwa zehn bis 15 Prozent Methangas vorhanden“, sagte der Ingenieur. Eine Gefahr bestehe somit nicht mehr, räumt auch Gunnar Peter vom Landkreis Harburg ein. Aber: Unter der Erde ist immer noch Abfall eingelagert. Und nach wie vor kommt es dort zu Setzungen des Erdreichs. „Die Werte liegen zwischen einem und zehn Zentimeter“, so Peter. Der Sportplatz könne zwar weiter genutzt werden. Sollten die Pächter allerdings andere Pläne mit der Fläche haben, müssten neue Überlegungen angestellt werden. „Dann sollte ein Sachverständiger eingeschaltet werden“, betonte Peter. Bislang schlug die Sanierung mit rund 60000 Euro zu Buche.

Dass über kurz oder lang etwas passieren muss, machten Vertreter der Sportvereine deutlich. „In den vergangenen 25 Jahren sind massive Schäden an den Gebäuden entstanden. Vieles ist nicht mehr nutzbar“, sagte Peter Relotius von der Turnerschaft. „Wir passen uns zwar der Situation an. Aber optimal ist das nicht." Der Ortsrat beauftragte deshalb die Gemeinde Rosengarten, mit den Vereinen über die Zukunft der „Dunkenkuhle“ zu sprechen und gegebenenfalls ein Gutachten in Auftrag zu geben.