Lüneburg

Lüneburg schränkt Flächen für Windenergie-Anlagen ein

Bürgerbefragung erbrachte rund 1000 Hinweise auf Brutflächen

Lüneburg. Rund sechs Stunden dauerte die Sitzung, mehr als 100 Menschen haben teilgenommen: Thema waren die vom Landkreis Lüneburg geplanten Vorrangflächen für Windenergie.

Mehr als 1000 Stellungnahmen haben die Fachleute eingearbeitet. Kreisrätin Monika Scherf und Regionalplaner Burkhard Kalliefe stellten jetzt gemeinsam mit weiteren Fachleuten aus der Kreisverwaltung und externen Gutachtern den aktuellen Planungsstand sowie die vorgebrachten Stellungnahmen vor.

Damit Windkraftanlagen nicht ungesteuert überall im Landkreis Lüneburg errichtet werden können, sei die Ausweisung von Vorranggebieten für Windenergienutzung unerlässlich, argumentiert die Kreisverwaltung. Dabei müsse der Landkreis die Flächen gerichtsfest nach einem schlüssigen Konzept mit klar nachvollziehbaren Kriterien ausweisen. Aktuell sind nach Angaben der Verwaltung statt der ursprünglich zwölf Vorranggebiete nun noch acht mögliche Flächen vorgesehen. Von zuvor 930 Hektar verkleinere sich die Gesamtfläche damit auf 763 Hektar.

Etliche Anregungen aus den eingebrachten Stellungnahmen sind in den vergangenen Monaten in die Planung mit eingeflossen, sagte Kreisrätin Scherf. So seien zum Beispiel Hinweise auf Brutgebiete des streng geschützten Rotmilans der Grund dafür, dass die bisherigen Vorrangflächen Raven und Bardowick-Vögelsen gestrichen sind.

In der Samtgemeinde Amelinghausen sind nach Angaben des Landkreises derzeit die Vorranggebiete Etzen/Ehlbeck, Tellmer sowie Wetzen vorgesehen. Der Standort Wetzen soll erweitert werden um Teile des bisher festgelegten Vorranggebietes Südergellersen und um ein zusätzliches Gebiet westlich von Oerzen in der Samtgemeinde Ilmenau. In der Samtgemeinde Bardowick sollen das Vorranggebiet Bardowick ohne den Teilstandort Vögelsen, in der Samtgemeinde Dahlenburg das Vorranggebiet Köstorf und in der Samtgemeinde Ostheide die Vorranggebiete Wendhausen und Süttorf/Thomasburg ausgewiesen werden.

Auf dem Gebiet der Hansestadt Lüneburg und der Samtgemeinde Ilmenau liegt das geplante Vorranggebiet Melbeck.

Scherf schätzt für den weiteren Ablauf: „Die Stellungnahmen werden uns Schritt für Schritt voranbringen, sodass wir im Lauf des kommenden Jahres voraussichtlich einen sicheren Planungsentwurf erstellen können.“

www.lueneburg.de/windenergie