Winsen

Schüler informieren über jüdisches Leben in Winsen

Zu einer Gedenkveranstaltung am 75. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 1938 lädt die Winsener St. Mariengemeinde ein.

Winsen . Beginn ist um 15.30 Uhr mit einem Stadtspaziergang entlang der Stolpersteine in der Innenstadt bis zum jüdischen Friedhof.

Insgesamt zehn Steine des Kölner Aktionskünstlers Gunter Demnig gibt es in Winsen, sie wurden im Februar 2009 im Straßenpflaster verlegt und tragen die Namen und Lebensdaten der Menschen, die den jeweiligen Häusern bis 1938 gelebt haben und deportiert und umgebracht worden sind.

Im Anschluss beginnt um 16.30 Uhr in der St. Marienkirche eine Gedenkveranstaltung mit Eröffnung einer Ausstellung über jüdisches Leben in Winsen, die Schülerinnen und Schüler erarbeitet haben. Der Geschichtskurs der Oberstufe des Gymnasiums Winsen unter der Leitung von Frank Stoppel hat mit Unterstützung des Stadtarchivars Kurt Schwerdtfeger und der Museumsleiterin Ilona Johannsen Material zusammengetragen und präsentiert es im Seitenschiff der Kirche. Thema ist dabei auch die Rolle der Kirche, Superintendent Christian Berndt und Pastorin Ulrike Koehn haben an dem Projekt ebenfalls mitgewirkt.

Die Ausstellung wird etwa zwei Wochen zu sehen sein und steht auch Schulklassen zur Verfügung. Die Gemeinde bittet Gruppen, sich unter Telefon 04171/4030 anzumelden.