Lüneburg

Graffiti sollen Fahrradparkhaus vor wilden Sprayern schützen

Der Alte Kran und der Wasserturm sind nur zwei Gebäude, die Lüneburg-Besucher mit der Hansestadt verbinden.

Lüneburg. Kein Wunder, dass sich der Graffiti-Sprayer Jonathan Sachau diese beiden Motive für das neue Fahrradparkhaus am Bahnhof ausgesucht hat. Auf ausdrücklichen Wunsch der Verwaltung verschönerte der 29-Jährige jetzt die graue Fassade. Er hatte in Lüneburg unter anderem Kunst für das Lehramt studiert.

„Die Graffiti-Kunstwerke sollen unser neues Fahrradparkhaus nicht nur verschönern, sondern es vor illegalen Schmierereien bewahren“, sagt die Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau bei der Hansestadt, Uta Hesebeck. Sprayer Sachau ist sicher: „Es gibt einen Kodex, dass besprühte Wände nicht übersprüht werden“. Die Motive hat Sachau von einem Flyer übernommen, der zur Eröffnung des Parkhauses verteilt wurde. 30 Farbdosen später schmücken neben Kran und Wasserturm auch zahlreiche Fahrräder das Gebäude.

Gesprüht hat Sachau sein Kunstwerk zum Teil im Stil des Fotorealismus: Obwohl die Motive gemalt sind, sehen sie auf den ersten Blick aus wie Fotografien. Hesebeck sagt: „Wir haben uns für dezente, nicht zu poppige Farben entschieden.“ Für die Verschönerung des Fahrradparkhauses wurden 800 Euro ausgegeben.