Harburg

Bedarfsampeln regeln den Verkehr

Ab heute soll der Harburger Binnenhafen vom Durchgangsverkehr entlastet werden

Harburg. Ab heute sollen erstmals sogenannte „Bedarfsampeln“ den Verkehr an der Einmündung der Seevestraße in die Hannoversche Straße regeln. Damit bahnt sich eine dauerhafte Verlagerung der Verkehrsströme im Gebiet des Harburger Binnenhafens an.

Künftig soll das Kerngebiet des Binnenhafens, das von Nartenstraße, Neuländer Straße, Veritaskai, Schellerdamm, Harburger Schloßstraße, Kanalplatz und Blohmstraße erschlossen ist, vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Der Durchgangsverkehr soll ab heute möglichst über Hannoversche Straße, Seevestraße, Karnapp zur Seehafenstraße und in umgekehrter Richtung fließen. Dafür wird auch die abknickende Vorfahrt von der Straße Karnapp in den Schellerdamm aufgehoben. Die Vorfahrtstraße führt von nun an geradeaus von Karnapp über Seevestraße bis zur Einmündung in die Hannoversche Straße.

Diese Einmündung war bislang bei Autofahrern wenig beliebt, weil auf der Hannoverschen Straße oftmals viel Verkehr herrscht und Lücken zum Kreuzen der Fahrbahnen oder Einfädeln in den Verkehr dann sehr selten sind. Mit dem Einschalten der Bedarfsampeln dürfte das Problem nun gelöst sein. Harburgs Baudezernent Jörg Heinrich Penner spricht von einem Provisorium, das jetzt in Betrieb genommen wird.

In Planung ist bereits, die Seevestraße ab Seevekanal nach Norden hin zu verlegen. Dann bekommt sie einen neuen Anschluss an die Hannoversche Straße nahe des Chemieunternehmens Brenntag. Penner: „Bislang hakte die Finanzierung für das Bauvorhaben. Aber es zeichnet sich ab, dass wir jetzt auf einem guten Weg in der Umsetzung der Pläne sind.“ Ursprünglich war für die neue Anbindung der Seevestraße ein Kreisverkehr auf der Hannoverschen Straße vorgesehen. Das scheitert an fehlender Grundstücksfläche.

Mit der Verlegung der Seevestraße wird Platz geschaffen für bauliche Veränderungen auf dem Industriegelände des Maschinenbauunternehmens Harburg-Freudenberger. Auf dem Gelände sollen unter anderem Büro-Hochhäuser und ein Gewerbepark entstehen. Anwohner der Straße Karnapp befürchten Schäden an ihren Häusern durch zunehmenden Lkw-Verkehr.