Harburg

Die Hälfte ihrer Stimmen bekamen die Marxisten am Falkenbergsweg

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50 Prozent: Die Stimmen der Hälfte aller Wähler zu bekommen. Das schaffte nur die CDU im Bezirk Harburg.

Harburg . Und zwar im Wahllokal an der Hohenwischer Straße. Dort machten 50 Prozent der dort aufgetauchten Wähler ihr Kreuzchen bei der CDU. Die SPD bekam dort lediglich 25,3 Prozent der Stimmen. Ganz in der Nähe, im Wahllokal Liedenkummer Bogen, holten die Sozialdemokraten ihr bestes Ergebnis: 47,5 Prozent der Stimmen.

Am grünsten sind die Wähler in Heimfeld. Genauer gesagt im Wahllokal an der Weusthoffstraße. 15,8 Prozent gaben ihre Abstimmenden den Grünen. Die FDP kam nur in acht Wahllokalen über die Fünf-Prozent-Hürde. Das beste Ergebnis holten die Liberalen dort, wo auch die CDU ihr bestes Ergebnis einfuhr: an der Hohenwischer Straße. Ansonsten sah es für die FDP traurig aus. Im Wahllokal an der Eißendorfer Straße reichte es gerade mal für 0,6 Prozent der Stimmen. Dort rangierte man auf dem Niveau der Freien Wähler. Rund um den alten Postweg ist Harburg besonders rot. Dort holte die Linke mit 19,6 Prozent im Wahllokal Grumbrechtstraße ihr bestes Ergebnis. an der Hohenwischer Straße spielt sie mit 3 Prozent eine untergeordnete Rolle. Bei der Wahlbeteiligung sah es im Wahllokal Neumoorstück besonders finster aus. Nur 23,7 Prozent der Wahlberechtigten erschienen dort am Sonntag zurm Urnengang. Dabei zählte das Wahllokal mit 1560 Stimmberechtigten zu den ganz großen Wahllokalen im Bezirk. Besonders erfolglos war die MLPD. Keine andere Splitterpartei fuhr so viele Nullerergebnisse in Wahllokalen ein, wie die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands. In über 70 Wahllokalen war niemand bereit, der Partei seine Stimme zu geben. Glaubt man der Liste des statistischen Landesamtes, leben rund um den Falkenbergsweg besonders viele Marxisten. 32 Stimmen weist die Liste für die MLPD aus. Damit hätte die Partei, die im ganzen Bezirk 69 Stimmen bekam, dort fast die Hälfte ihrer Wähler.

Wenig Resonanz fand auch die NPD. Am meisten Stimmen, 2,7 Prozent bekamen die Rechtsradikalen im Wahllokal an der Rönneburger Straße. Unerwartet stark ging die Alternative für Deutschland (AfD) in Harburg aus der Wahl hervor. Im Wahllokal Ünner Brandheid holten sie 8,3 Prozent der Stimmen.

( (zv) )

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