Tostedt

Förderverein will das Freibad in Tostedt retten

Das Bad soll an seinem derzeitigen Standort erhalten werden

Tostedt. Zersprungene Gehwegplatten, abgeblätterte Farbe, dunkle Umkleideräume: Das Freibad in Tostedt muss dringend saniert werden. Pläne, was wie und warum geändert werden soll, gibt es mittlerweile zur Genüge. Doch der Samtgemeinde Tostedt fehlt das Geld, um eine sinn- und planvolle Umgestaltung anzuschieben. Die Bürger nehmen die Aufgabe nun selbst in die Hand: Sie gründeten zu diesem Zweck den Förderverein „Rettet das Freibad Tostedt“.

Die Pläne liegen schon seit einem Jahr bei Jasmin Kramer in der Schublade. Jetzt macht die Tostedterin Ernst: Nach der Gründungsversammlung des Vereins am 31. August liegt die Sache jetzt zur Prüfung beim Finanzamt. „Wir hoffen, dass wir bald mit der Arbeit loslegen können“, sagt die Vereinschefin. Gemeinsam mit ihrem Vertreter Kai Verholen, dem technischen Leiter Danny Artelt und Kassenwart Markus Kaper will Jasmin Kramer zusätzliches Geld einwerben. Ideen gebe es viele, sagt sie. Und auch was aus den Spenden finanziert werden soll, stehe seit langem fest. Ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung haben die rührigen Tostedter nämlich bereits vor knapp zwei Jahren erstellt, kurz vor der Bürgerbefragung zur Zukunft des Freibades. Warten wollen die Tostedter aber auf die Entscheidung der Politiker: Die haben zugesichert, im November einen endgültigen „Sanierungsfahrplan“ vorzulegen. „Daran würden wir uns dann orientieren“, sagt Kramer.

Das bei der Frage, wie und in welchem Umfang das Freibad Tostedt saniert wird, immer die Kosten im Vordergrund stehen, ärgert die Wirtschaftsberaterin. „Ein Freibad ist doch ein wichtiger Treffpunkt für die Jugendlichen im Ort. Das wird leider bei der Diskussion viel zu oft vergessen“, sagt sie.

Wichtig sei neben der Sanierung auch ein stimmiges Rahmenprogramm. „Wir könnten uns eine Kooperation mit den Schulen vorstellen – oder zusätzliche Schwimmkurse. Außerdem müssten mehr Stellplätze für Fahrräder installiert werden“ Am Standort hingegen gebe es nichts zu verbessern. Für sie steht fest: „Das Freibad soll auf jeden Fall bleiben, wo es ist.“