Harburg
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Offene Jugendhilfe steht wieder auf dem Prüfstand

Grüne und Linke warnen vor weiteren Streichungen wegen der Tariferhöhung

Harburg. Drohen dem Bezirk Harburg die nächsten Kürzungen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit? Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen und Die Linke jedenfalls befürchten genau das. Der Grund sind die Tarifabschlüsse für den Öffentlichen Dienst, also auch bei den Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit, in der Hansestadt Hamburg. Die in den Tarifverhandlungen verhandelte Erhöhung sollen die Bezirke zahlen.

„Nur haben wir im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit keine Reserven mehr. Das heißt also, dass die Träger entweder die Tariferhöhung zahlen, wozu sie kaum in der Lage sind nach den immensen Streichungen in dem Bereich, oder sie umgehen die Tarifvereinbarungen“, sagt Heinke Ehlers, stellvertretende Fraktionschefin der Grünen in der Bezirksversammlung und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, der sich jetzt mit dem Thema beschäftigen wird. Beide Fraktionen befürchten in der Folge ein weiteres Herunterfahren der Angebote für Kinder und Jugendliche in Harburg.

Die SPD hat für die kommende, öffentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch, 4. September, einen Dringlichkeitsantrag zu diesem Thema gestellt. Sie will von der Verwaltung wissen, um welche Beträge sich die Gehälter der Beschäftigen denn tatsächlich erhöhen. Aus Sicht der Linken ein „völlig überflüssiger Antrag. Das können die sich auch selbst ausrechnen“, so Sabine Boeddinghaus (Die Linke). Die Sitzung im Rathaus, Großer Sitzungssaal, beginnt um 18 Uhr.