Harburg

Bürger sagen ihre Meinung zum Elbtalauen-Plan

Informationsveranstaltungen in Marmstorf, Neugraben und im Bezirk Hamburg-Mitte

Harburg. Der Naturschutzverband „Gesellschaft für ökologische Planung“ (GÖP) möchte die Hamburger Elbtalauen und die angrenzende Geest- und Heideregion ins Unesco-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ bringen. Das setzt einen intensiven Diskussionsprozess in gesellschaftlichen Gruppen und politischen Gremien voraus, damit Anfang kommenden Jahres von Bezirksversammlungen und der Bürgerschaft Beschlüsse getroffen werden können für die Anmeldung des Gebiets bei der Unesco. Seit einem Jahr bereitet die GÖP die Gebietsbeschreibung und Anmeldung vor.

Nun sollen Bewohner der Region an der Debatte beteiligt werden. Im Bezirk Harburg gibt es folgende Termine: Mittwoch, 28. August, 18 bis 21 Uhr, Immanuel-Kant-Gymnasium, Am Pavillon 15, Marmstorf. Am Dienstag, 3. September, 18 bis 21 Uhr, im Gymnasium Süderelbe, Falkenbergsweg 5 in Neugraben-Fischbek. Außerdem im Bezirk Hamburg-Mitte am Montag, 26. August, 18 bis 21 Uhr, Stadtteilschule Wilhelmsburg, Perlstieg sowie am Donnerstag, 5. September, 18 bis 21 Uhr, in der Grundschule Bei der Katharinenkirche, Am Dalmannkai 18.

Die GÖP erklärt, dass das Biosphärengebiet „Hamburgische Elblandschaft“ die gesamte Elbaue in Hamburg mit den Vordeichflächen, den eingedeichten Marschen, großen Teilen des Geesthanges einschließlich Harburger Berge sowie Billstedt und Blankenese betrifft. Die Größe liegt bei 30.000 Hektar. Der Nutzen liege in einer nachhaltigen Regionalentwicklung, gesteigerter Bürgermitwirkung sowie zusätzlichen ökonomischen Perspektiven wie Tourismus und Regionalvermarktung. Internationale Auszeichnungen seien ebenfalls zu erwarten. Das Unesco-Programm ist 1971 ins Leben gerufen worden. Inzwischen gibt es schon 599 von der Unesco anerkannte Biosphärenreservate weltweit in 117 Staaten. Deutschland ist mit 15 Biosphärengebieten dabei.