Verkehr

Risse in der A-7-Brücke bei Heimfeld

Von November an drohen neue Staus auf der Autobahn. Komplette Sperrung für schwere Lkw. Auch die Rader Hochbrücke bei Rendsburg musste kürzlich für Lkw gesperrt werden.

Hamburg. Auf der A7 vor dem Elbtunnel im Süden Hamburgs drohen von November an offenbar lange Staus. Die Autobahnbrücke über die B73 muss umfassend saniert werden, weil sich dort Risse gebildet haben. Schon im Herbst soll mit der Reparatur begonnen werden. Das berichtet das NDR-Magazins Panorama 3. Während der Bauzeit müsse die Querung für den Schwerlastverkehr von mehr als 44 Tonnen komplett gesperrt werden. Betroffen wären auch Laster, die in oder aus dem Hafen fahren. Pkw könnten die Brücke dann nur eingeschränkt befahren.

Eine Sprecherin der Hamburger Verkehrsbehörde bestätigte gegenüber dem Abendblatt, dass an der Brücke Arbeiten geplant seien, wollte aber keine Details nennen. Heute werde sich Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof (SPD) zu in den nächsten Wochen und Monaten geplanten Instandsetzungsarbeiten auf der A7 und auch auf der A 1 äußern. Auch die Auswirkungen auf den Verkehr sollen dabei vorgestellt werden.

Die Sanierung der maroden A-7-Brücke wäre die zweite große Engstelle auf der A7 in Norddeutschland. Auch die Rader Hochbrücke bei Rendsburg musste kürzlich für Lkw gesperrt werden, weil sie dringend reparaturbedürftig ist. An der verengten Baustelle stauen sich besonders an Wochenenden die Pkw in kilometerlangen Schlangen in beiden Fahrtrichtungen.

Damit dürfte die Autobahn zwischen Hamburg und Flensburg auf lange Sicht zu einer Stau-Autobahn werden. Im Herbst 2014 starten im Norden Hamburgs auch die Arbeiten für eine Ausweitung der Fahrbahnen und einen neuen Lärmschutzdeckel. Zwischen Bordesholm und der Hansestadt wird die Autobahn dabei um zwei zusätzliche Spuren erweitert. Die Arbeiten an Deckel und Fahrbahn sollen etwa bis zum Jahr 2021 andauern.

Aber auch im Hamburger Stadtgebiet dürfte es in den nächsten Jahren immer wieder zu Behinderungen kommen, weil 29 marode Brücken abgerissen und neu gebaut werden sollen, wie eine behördeninterne Liste zeigt. Grund für die teils massiven Schäden ist laut Verkehrsbehörde eine „immer weiter ansteigende Belastung aus dem Schwerlastverkehr“.

Die maroden und sanierungsbedürftigen Brücken sind allerdings kein besonderes Problem Hamburgs oder Norddeutschlands. So kam jüngst eine von den Landesministern eingesetzte Expertenkommission zu dem Schluss, dass 20 Prozent aller Autobahnen und 40 Prozent aller Bundesstraßen in Deutschland einen „bedenklichen Zustand“ erreicht hätten.