Kommentar

Ein Problem der Dorfentwicklung

Da baut die Gemeinde Seevetal die zentrale Einkaufstraße eines Ortes um, macht alles schöner – doch nur wenige freuen sich wirklich darüber, weil die Geschäfte entlang der neuen Bummelmeile einfach nicht mehr da sind.

Das Beispiel der Schulstraße in Maschen zeigt, was geschehen kann, wenn sich gleich drei Zentren in dieser großen Gemeinde unabhängig voneinander entwickeln.

Meckelfeld als größter Ort Seevetals bietet in Sachen Einkauf die am weitesten entwickelte Struktur, vor allem bei den Lebensmittelgeschäften. Die Kombination Edeka/Aldi hat sich als besonders beliebt erwiesen. Die gibt es mittlerweile auch in Hittfeld und Nenndorf, in Ramelsloh ist sie ebenfalls geplant. Ganz zu schweigen davon, dass Stelle als östlicher Nachbar selbstverständlich auch damit lockt. Reichlich Möglichkeiten also für die Maschener, sowohl im Premium- wie im Discountsektor einzukaufen. Die Seevetaler sind zudem üblicherweise mobil und nicht notwendigerweise auf ein komplettes Sortiment in ihrem jeweiligen Ort angewiesen.

Maschen wird deshalb zumindest mittelfristig aus dem alten Dreiklang mit Hittfeld und Meckelfeld fallen. Das bleibt vordringlich ein Problem der Geschäftsinhaber entlang der Schulstraße. Sollte der Altersschnitt der Einwohner allerdings – wie allgemein – auch in Seevetal steigen und die Zahl der Kinder weiter sinken, gerät es mit abnehmender Mobilität im Alter zu einem Problem für alle Maschener.