Harburg

Die Kehrseite der Internationalen Bauausstellung im Harburger Binnenhafen

Die Baustelle Marina auf der Schlossinsel ruht, seit die Alpine Bau Deutschland AG Insolvenz angemeldet hat (das Abendblatt berichtete).

Harburg. Geplant war der Neubaukomplex als das Vorzeigeobjekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) im Harburger Binnenhafen. Ein wirklich trauriges Bild gibt die ruhende Baustelle von der Wasserseite ab. Vom Wind zerfetzte Bauplanen hängen an der Rückfront des Neubaus von den Gerüsten herab.

Die ersten Bewohner waren schon in den Neubau eingezogen. Einige wollen nun aber wieder ausziehen. Sie wollen nicht länger auf einer Dauerbaustelle leben. Rund 40 Prozent der neuen Wohnungen auf der Schlossinsel waren bereits verkauft oder vermietet. Projektentwickler Frank Lorenz hält sich bedeckt, was die Zukunft des Vorzeigeprojektes und einen möglichen Termin zur Fertigstellung des Wohnkomplexes mit insgesamt 162 Wohnungen angeht. Erst müsse geklärt sein, wie es mit der Alpine Bau jetzt weiter gehe.

Bauherr und Eigentümer der Marina auf der Schlossinsel ist die Projektgesellschaft des Versicherungsunternehmens Provinzial Rheinland. Rund 70 Millionen Euro hat sie investiert. Die Zukunft des Wohnquartiers im Binnenhafen ist noch ungewiss. Zum Glück sehen nur die wenigsten IBA-Besucher die Baustelle von der Rückseite.