Urlaub im Süden

Walking mit Weitblick in der Fischbeker Heide!

Christine Langhoff und ihre Sportfreundinnen lieben die Rundbank in der Fischbeker Heide. Gemeinsam walken sie drei Mal die Woche.

Fischbek. Um sich zu entspannen braucht Christine Langhoff nicht viel: ihre Nordic-Walking-Stöcke und ihre Freundinnen genügen. Mit denen geht es montags, mittwochs und freitags um 10.30 Uhr in die Fischbeker Heide. Insgesamt zehn Frauen laufen dann die vier Kilometer lange Strecke zur ehemaligen Rundbank unweit der Start- und Landebahn des Segelflugclubs Fischbek. "Vor acht Jahren habe ich mich der Nordic-Walking-Gruppe angeschlossen, seitdem gehören die drei Termine pro Woche fest zum Leben", sagt Christine Langhoff.

Initiatorin der Gruppe war vor 15 Jahren Helma Boek. Von den anderen Frauen wird die 79-Jährige liebevoll ihre "Telefonzentrale" genannt. "Ausreden, nicht mitzuwandern, gibt es bei mir nicht!", sagt sie. Die ehemalige Postangestellte wandert die Strecke immer, wie groß die Gruppe insgesamt wird, entscheidet sich oft spontan. "Wir treffen uns morgens am Spielplatz an der Cuxhavener Straße", sagt Helma Boek. Vor 15 Jahren begann sie mit einer Freundin regelmäßig in der Fischbeker Heide spazieren zu gehen. Nach einem Nordic-Walking-Kurs in Tschechien beschlossen sie, auf die Ausdauersportart umzuschwenken. Über den Gemischten Chor Neu Wulmstorf und eine Gymnastik-Gruppe, fand sie immer mehr Frauen, die mitwandern wollten. Männer gibt es in der Gruppe keine. "Es wäre viel zu mühsam, unsere Männer zu überreden", sagt Christine Langhoff, "da bleiben wir lieber unter uns."

Vom Spielplatz an der Cuxhavener Straße führt die Strecke zunächst zum Gelände des Segelflugclubs Fischbek. Wenn dort das rote Blinklicht, das auf startende und landende Segelflugzeuge hinweist, nicht leuchtet, können die Frauen ihren Weg in Richtung der Start- und Landebahn im Naturschutzgebiet Fischbeker Heide fortsetzen. "Ansonsten müssen wir eine andere Strecke am Rand der Heide gehen, die ist jedoch bei weitem nicht so schön", sagt Christine Langhoff. Wenn die erste Etappe, der Schotterweg zur Start- und Landebahn, geschafft ist, machen die Frauen eine kurze Pause. "Das ist der Nasenputzplatz", sagt die gelernte Buchhändlerin. Nase putzen, einen Schluck aus der Wasserflasche nehmen und schauen, ob alle vollzählig sind, dann geht es weiter zum Lieblingsplatz, der ehemaligen Rundbank.

Die besteht nur noch aus zwei Elementen. "Früher war das eine richtige Rundbank, ein toller Pausenplatz, weil man sich so gut unterhalten konnte", sagt Christine Langhoff. Die anderen Elemente seien jedoch Vandalismus zum Opfer gefallen. Immer wieder habe dort Müll gelegen, habe jemand unerlaubt Feuer gemacht.

Auf der Bank am Heidschnuckenwanderweg ruhen sich die Frauen kurz aus. "Von hier aus kann man den Kirchturm in Buxtehude sehen oder über die Elbe bis nach Blankenese schauen", sagt Christine Langhoff. Beeindruckend findet sie auch, wie sich die Heide je nach Jahreszeit verändert. Gerade beginnt die Blüte mit einzelnen violetten Punkten im Dunkelgrün der Heideflächen. Während Christine Langhoff sich auf der Bank ausruht, machen die anderen Frauen Dehnübungen. "Ich bin die Jüngste in der Gruppe, wenn ich älter werde, dehne ich mich dann auch", sagt Christine Langhoff.

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