Kindernachrichten

Erfinder brauchen ein Patent

Ihr kennt doch bestimmt den Erfinder Daniel Düsentrieb aus Entenhausen, oder?

Der etwas schusselige, aber dennoch geniale Entwickler hat mit Entdeckungen wie der Brotschmiermaschine anderen das Leben leichter gemacht. Aber nicht nur in den berühmten Comics mit Donald Duck und seinen Freunden gibt es Erfinder. Wenn jemand heute etwas Neues entdeckt und er es als eigene Erfindung verkaufen will, muss erst mal geprüft werden, ob es diese Idee nicht schon gibt. Der Tüftler reicht dann, um sicherzugehen, dass tatsächlich niemand vor ihm die Erfindung gemacht hat, die Idee zusammen mit einer Zeichnung beim Deutschen Patent- und Markenamt ein.

Ein Patent bescheinigt ihm, dass er als Erster die Idee hatte und die Rechte an seiner Erfindung besitzt. Die Mitarbeiter des Patent- und Markenamtes durchsuchen dafür ihre Datenbank - da sind alle 50 bis 60 Millionen patentierten Erfindungen verzeichnet. Übrigens kann jeder eine Erfindung beim Patentamt einreichen. Es gibt nämlich keine Altersbeschränkung.

Besitzt man ein Patent, kann man anderen Leuten verbieten, diese Idee zu nutzen oder man verlangt Geld dafür. So könnt ihr nicht einfach einen Kaffeefilter zum Patent anmelden, denn das hat im Jahr 1908 schon die Dresdnerin Amalie Auguste Melitta Bentz getan. Das wisst ihr bestimmt, denn Melitta-Filtertüten kennt heute jeder. Man muss aber auch für das Patent bezahlen, 20 Jahre ein Patent zu besitzen kostet etwa 13.500 Euro. Es ist also schwierig, mit einer Idee erfolgreich zu werden, denn von 1000 eingereichten Ideen werden nur ungefähr sechs zu erfolgreichen Produkten. Im Leben begegnen wir immer wieder schlauen Erfindungen: Allein in der Cockpit-Tür des Airbus A 380 stecken mehr als 60 patentierte Erfindungen.