Harburg

Selfstorage-Lagerhaus - Stauraum für Hamburgs Süden

Auf dem früheren Balatros-Gelände steht das Prime Selfstorage-Lagerhaus kurz vor der Fertigstellung. Es bietet Mietlagerraum für private und gewerbliche Kunden.

Harburg. Eröffnung soll am Montag, 8. Juli, 9 Uhr, sein. Aber gestern schon wurde in Harburg die Fertigstellung des neuen Prime Selfstorage Lagerhauses an der Buxtehuder Straße 1d gefeiert. Bis zur offiziellen Inbetriebnahme sind zwar noch einige Restarbeiten zu erledigen, doch mit einem Glockenschlag läuteten Martin Brunkhorst, Geschäftsführer der Prime Selfstorage GmbH und Sir Rodney Walker, Generalsekretär des europäischen Selfstorage Verbandes "Fedessa", den bevorstehenden Geschäftsbeginn ein.

Mit dem 16 Meter hohen Prime Selfstorage-Neubau entsteht das erste Gebäude südlich der Elbe, das Mietlagerraum für private und gewerbliche Kunden anbietet. Auf vier Etagen plus einem fünften Staffelgeschoss werden nach dem Endausbau voraussichtlich 1117 Lagerräume zur Verfügung stehen mit Grundflächen zwischen einem und 50 Quadratmetern. Die Deckenhöhe beträgt 2,80 Meter. Und der Mietpreis für den kleinsten Lagerraum wird mit 37,35 Euro pro Monat angegeben, auf Wunsch zusätzlich mit Versicherung.

Geschäftsführer Martin Brunkhorst hatte früher für die österreichische Firma My Place Selfstorage gearbeitet, die auch die Planung für das Harburger Lagerhaus auf den Weg gebracht hatte, dann aber ihre Expansion beendete. Brunkhorst: "Ich habe das Projekt mit der Prime GmbH übernommen und es ist mein 37. Selfstorage Haus, das ich in Betrieb nehme. Es besteht nach wie vor eine große Nachfrage nach Lagerraum. Unser nächstes Projekt ist in Bramfeld in Vorbereitung."

Das Selfstorage Lagerhaus in Harburg befindet sich auf dem früheren Gelände des Gummiwaren-Herstellers Balatros, zwischen dem Polizeikommissariat und dem Gesundheitszentrum. Künftige Kunden können mit dem Auto an der Buxtehuder Straße vorfahren. Dort gibt es Parkplätze. Bürozeit mit Anmeldung und Beratung ist von Montag bis Sonnabend von 9 bis 18 Uhr, sonnabends bis 14 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr. Mit der Anmeldung bekommt der Kunde eine PIN-Nummer, um über die Straßen-Zufahrt Am Werder (hinter dem Gesundheitszentrum) auf das mit Zäunen und Toren abgesicherte Lagerhaus-Grundstück zu kommen. Das gesamte Gebäude ist videoüberwacht und wird von Wachdiensten kontrolliert. Das Lagerhaus ist an allen Tagen des Jahres von 6 bis 23 Uhr geöffnet. In der Zeit hat jeder Zugang zu seinem persönlichen Hab und Gut.

"Es wird alles Mögliche eingelagert", berichtet Brunkhorst, "von der geerbten Schallplattensammlung bis zu geschäftlichen Aktenordnern, von Küchengeschirr bis zu Gartengerät. Alles kann per Lastenaufzug und mit Transportkarren ins Haus rein- und rausgebracht werden." Er weiß, dass vielen Menschen geeigneter Lagerraum fehlt. Nicht jeder verfüge über Keller, Dachboden oder Garage. Pro zehn Quadtratmeter Wohnfläche bestehe Bedarf an einem Quadratmeter Lagerplatz. Das Selfstorage-Prinzip habe sich in Amerika bewährt und sei nun auch in Europa auf dem Vormarsch. Bestehende Lagerhäuser seien nach etwa vier Jahren bereits zu mehr als 90 Prozent ausgelastet. Langfristige Mieter erhalten Rabatte.

Mit dem Bau des Lagerhauses war vor gut einem Jahr begonnen worden. Zuvor hatte das ehemalige Balatros-Gelände viele Jahre brach gelegen. Der ursprüngliche Wunsch des Bezirks, einen Investor für einen Hotelbau zu finden, war nicht in Erfüllung gegangen. Damit aber auch das Lagerhaus dem Bezirk keinen zweitklassigen Anblick beschert, hatte die Verwaltung dem Bauherrn eine etwas höherwertige Fassadengestaltung zur Auflage gemacht. In Anlehnung an die dort früher stehenden industriellen Backstein-Immobilien ist das Lagerhaus nun mit rotbraunen Ziegelplatten verkleidet. Brunkhorst zeigte sich vom Ergebnis wenig überzeugt. Die Auflagen des Bezirksamts haben wir damit aber erfüllt, erklärte er.

Das Grundstück hatte vor Baubeginn gründlich gereinigt werden müssen. Im Erdreich befanden sich Weichmacher aus der früheren Gummiproduktion. Deshalb hatte ein Umweltunternehmen große Mengen Boden auszutauschen.